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X-ter Neuanfang mit vielen Nobodys

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Thomas Schmidt

Thomas Schmidt

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Wer geht? Viele. Wer bleibt? Einige. Wer kommt? Jede Menge Nobodys. Nach dem x-ten Neuanfang gibt‘s bei Dynamo die drei berühmten Fragen und die – auf den ersten Blick – nicht so angenehmen Antworten.

Trotz etlicher auch in der 3. Liga gültigen Dynamo-Verträge wird die Liste der Abgänge lang sein. Denn obwohl sich die meisten Profis in den letzten Monaten nicht für andere Vereine empfohlen haben – zu Saisonbeginn haben sie gezeigt, was in ihnen steckt. Dort kamen ihre Namen in die Notizbücher von Spielerberatern, die die Kicker nun bundesweit oder auch im Ausland anpreisen und auf Provisionen hoffen, von denen sie leben, die aber nur bei Wechseln fließen. Jetzt kommt es darauf an, wer für ein paar Mark mehr und/oder eine Klasse höher den Schwarz-Gelben den Rücken kehrt oder wer eben diesen erneuten Neuanfang in Dresden mitmachen will.

Dass es mit Sportchef Ralf Becker auf Anhieb wieder hoch gehen kann, hat der 2020/21 bewiesen. Becker stellte damals einen Kader zusamment mit Leuten, von denen hierzulande der normalsterbliche Fan noch nie etwas gehört hatte. Diese Nobodys passten irgendwie zusammen und nahmen postwendend den Fahrstuhl zurück nach oben. Klappt das noch einmal? Hat Dynamo zweimal so ein Glück, ohne dass es ehrlicherweise nicht funktionieren kann? Ziehen Argumente außer Geld, um bei der SGD zu bleiben oder zu ihr zu kommen?

Eines ist am Sonntag dazu gekommen: In der ersten Runde des DFB-Pokals gibt es Ende Juli/Anfang August einen Hauch von Bundesliga, ein volles Rudolf-Harbig-Stadion und die Chance auf ein Signal, wie es 2020 das 4:1 gegen den HSV war. Es folgte der Wiederaufstieg. Dieses Mal kommt der VfB Stuttgart. Der Beginn der nächsten Erfolgs-Geschichte?


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