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TeamSportSachsen – Dynamo nicht dabei

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Foto: Privat

2020 wurde die Initiative TeamSportSachsen ins Leben gerufen. 25 Vereine kämpften sich geballt durch die Corona-Krise, wehrten sich erfolgreich gegen politische Entscheidungen und traten sportartenübergreifend mit einer gemeinsamen Stimme auf. So etwas gab und gibt es in keinem anderen Bundesland. Im Mai wurde daraus ein eingetragener Verein, der seitdem auch für seine Mitglieder an Top-Sponsoren herantritt, die dann in einen Topf einzahlen, der wiederum an die Mitglieder ausgeschüttet wird.

Die Dynamo-Mitglieder beschlossen jetzt auf ihrer Versammlung: Die SGD macht bei jenem e.V. nicht mit. Nur 76 Leute stimmten für eine Aufnahme, 418 dagegen und 137 enthielten sich. Der Hauptgrund: Der Mitgliedsbeitrag bei TeamSportSachsen hänge von der Anzahl der SGD-Mitglieder ab und zudem hätten die Schwarz-Gelben eine eigene Identität, die nicht mit anderen »vermischt« werden dürfe. Zu letzterem Punkt: Chemie und Lok Leipzig sprangen desbezüglich über ihren Schatten und sind bei TeamSportSachsen dabei. Zum Beitrag: Der beträgt für alle jährlich 1.000 Euro. Im Gegenzug hätten Dynamo laut des Verteilerschlüssels in diesem Jahr rund 90.000 Euro aus besagtem Topf zugestanden. Die werden nun auf die anderen 24 verteilt.

Neben dem finanziellen Aspekt wiegt mindestens genauso schwer das Signal in die sächsische Sportwelt: »Wir halten zusammen! Sachsenpower!« (so der Slogan des Vereins) – aber Dynamo hat das nicht nötig.


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