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Konkurrenzkampf muss angefacht werden

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Für die einen beginnt am Sonntag die Saison, für die anderen könnte sie da schon wieder vorbei sein. Während die Zweitliga-Handballer des HC Elbflorenz dem DHB-Pokal-Hit – endlich mal ein Heimspiel in der 1. Runde – gegen Liga-Konkurrent Bayer Dormagen entgegenfiebern, müssen die Dresden Monarchs um das Erreichen der Playoffs bangen. Nach der Niederlage in Braunschweig muss gegen die Berlin Adler ein Sieg her, ansonsten ist der amtierende Football-Meister raus – das gab es seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Ausruhen auf den Erfolgen gibt es in dem schnelllebigen Geschäft ohnehin nicht. Das kann man den Dresdnern aber auch nicht vorwerfen, mehr als 20 Verletzte vor der Sommerpause verkraftet kaum ein Verein ohne Folgen.

Keine Verletzten hat Dynamos letzter Gegner Elversberg zu beklagen, der zudem mit einer seit Jahren eingespielten Mannschaft aufgestiegen ist und die punktuell verstärkt hat. Das bekamen nicht nur die Schwarz-Gelben beim 2:3 zu spüren, sondern drei weitere Liga-Konkurrenten und im DFB-Pokal auch Bayer Leverkusen. Trotzdem: Die Dresdner sind vor allem an sich selbst gescheitert. Zum einen gingen den drei Gegentoren jeweils Ketten von einfachsten Fehlern voraus. Zum anderen gab’s auf der anderen Seite Chancen zu Hauf, die fahrlässig oder aufgrund von Unvermögen ungenutzt blieben. Da sowohl Defensiv-Chaos als auch Abschluss-Schwäche keine erstmals in dieser Saison aufgetretenen Phänomene sind, kann man nur hoffen, dass in den verbleibenden Tagen bis zur Schließung des Sommer-Transferfensters neue Spieler kommen. Wer jetzt noch auf dem Markt ist, dürfte nicht der Heilsbringer sein, für motivierenden Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft sollte er allemal sorgen.


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