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Derby-Zeit – aber bald ohne das lila Salz?

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Thomas Schmidt

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Derbys sind bekanntlich das Salz in der Suppe. Diesbezüglich könnte die schwarz-gelbe perspektivisch einen faden Beigeschmack bekommen – weil das lila Salz fehlt. Die Leonhardt-Zwillinge hatten schon immer ein Gespür dafür, wann sie was am besten zu tun und zu lassen haben. Und so trat jetzt Helge als Präsident zurück, verlässt als Kapitän das sinkende Schiff. Ein Durchmarsch der »Veilchen« von der zweiten in die vierte Liga dürfte das mittelfristige Aus für den Profi-Fußball im Erzgebirge bedeuten. CFC, Cottbus, Jena sind die besten (Negativ-)Beispiele dafür, dass man von da unten nicht so schnell wieder hochkommt. Eingefleischte Dynamo-Fans sagen: Ist uns egal, wir schauen auf uns und haben selbst genügend Probleme. Doch auch denen sollte klar sein, dass einem ohne Salz auf Dauer der Appetit auf Suppe vergeht.

Noch weiter unten gab es am Wochenende auch ein Sachsenderby: Der erst vor zwei Jahren gegründete SC Freital gewann 2:1 bei Budissa Bautzen – und ist jetzt Oberliga-Spitzenreiter. Da scheint ein Durchmarsch des Aufsteigers in die andere Richtung – von unten nach oben – nicht unmöglich. Das muss auch ein Ansporn in Sachen Stadion des Friedens sein, dessen Umbau und Modernisierung schon im vorigen Jahr begonnen werden sollte.

Noch ein Derby ist in Sicht: Am 14. Oktober empfangen die Dresdner Eislöwen die Lausitzer Füchse. Während Weißwasser zumindest seinen Heimspiel-Auftakt in der DEL2 gewann, legten die Dresdner mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hin. Das ist auch in Sachen Zuschauer bedenklich, denn nicht wenige sind sogenannte Erfolgs-Fans, die lieber feiern als trauern. Und dann vielleicht lieber zum Handball gehen. Zum Beispiel zu einem Ostderby: Am 30. September empfängt der HC Elbflorenz den ThSV Eisenach. Zur gleichen Zeit haben die Eislöwen ein Heimspiel, die bis dahin also in die Erfolgsspur gefunden haben müssen.


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