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Braucht man demoralisierte Absteiger?

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Thomas Schmidt

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Foto: Privat

In Seidnitz gibt es am Sonnabend den Saison-Start im zweiten Anlauf, nachdem der Sport-Renntag im Mai nach nur einem Rennen abgebrochen werden musste, weil den Jockeys das Geläuf zu unsicher erschien. Das wurde jetzt für einen fünfstelligen Betrag saniert und die Linienführung korrigiert. Das ist auch den Aktiven nicht verborgen geblieben, der Andrang und die Nachfrage waren enorm und es gibt ein Festival der Rekorde: Ab 13 Uhr stehen elf Rennen mit 120 Pferden auf dem Programm.

Mit dabei sind wieder die Eislöwen und der HC Elbflorenz, es werden also die ersten zwei Rennen des Sport-Renntages nachgeholt. Weitere folgen im Verlauf der Saison. Im August kommt beispielsweise Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich mit seiner Crew auf die Rennbahn. Auch die Dynamos werden ihr Rennen im Herbst austragen.

Derzeit haben die Schwarz-Gelben andere Sorgen. Nachdem endlich die Sperre von Markus Anfang abgelaufen war, konnte der Ex-Bremer als Trainer verpflichtet werden. Nun folgen noch etliche Spieler, denn mit dem derzeitigen 15-Mann-Kader ist natürlich kein Blumentopf zu gewinnen. Vertrags-Angebote sollen auch Profis erhalten, die wegen des Abstiegs keinen gültigen Kontrakt mehr haben. Bleibt die Frage: Braucht man solche demoralisierten Absteiger überhaupt für einen Neuaufbau? Oder sollte man nicht lieber mit vor allem in den Köpfen frischem Personal den Wiederaufstieg angehen? Dass so etwas funktionieren kann, hat die Saison 2020/21 gezeigt, als Ralf Becker einen Haufen zusammengewürfelt hat, der plötzlich zur Helden-Truppe wurde. Wiederholung ist erwünscht.