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Blaswich, einer von fast drei Dutzend Keepern

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Thomas Schmidt

Thomas Schmidt

Foto: Privat

Ich habe Dynamo Dresden gut 30 Jahre lang journalistisch begleitet und dabei fast drei Dutzend Torhüter im schwarz-gelben Kasten kennengelernt, erlebt, mit ihnen gelitten und mich mit ihnen gefreut. Los ging‘s für mich mit Ronny Teuber, ihm folgten René Müller und Stanislaw Tschertschessow. Jeweils sieben Jahre lang gehörten Ignjac Kresic und Benjamin Kirsten quasi zum Inventar. Zuletzt bekam ich in drei Spielzeiten dank Kevin Broll und dessen Pässen zu den Gegenspielern etliche graue Haare mehr. Zwichenzeitlich oder immer noch in der 1. Bundesliga aufgetaucht sind die Dresdner Ex-Keeper Tim Boss, Markus Schubert und Marvin Schwäbe.

Auch wenn er nur eine Saison von Borussia Mönchengladbach zu Dynamo ausgeliehen war, erinnere ich mich gerade mit dem Blick auf Brolls fußballerische Qualitäten nur allzugern an Janis Blaswich. 2015/16 zelebrierte er das moderne Torwart-Spiel; immer anspielbar, kaum mit Fehlpässen ausgestattet und fast wie ein Libero aus den guten alten Zeiten. Dynamo stieg souverän auf – auch dank Blaswich. Leider wollten ihn die Gladbacher nach der Saison zurück, obwohl er dort nicht über den Status als Nummer drei hinaus kam. Zuletzt kickte er vier Jahre in der holländischen 2. Liga.

Im Sommer ist Blaswich nach Sachsen zurückgekehrt. Bei RB Leipzig machte er nun eines der größten Spiele in seiner Karriere, hielt in der Champions League den 3:2-Sieg gegen Real Madrid fest. Als Blaswich-Fan habe ich mich deshalb ausnahmsweise einmal gefreut über einen Sieg der »Roten Bullen«.


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