Rödertalbienen sorgen für Spektakel

Großröhrsdorf. Der ENSO-Heimspieltag im Bienenstock hielt, was er im Vorfeld auch versprach – 613 Zuschauer sahen eine rundum gelungene Lichter-Show inklusive Tanzeinlagen und einem Gewinnspiel in der Halbzeitpause sowie großartigen Handball. Nach temporeichen 60 Minuten gewann der HCR mit 32:27 (13:11) und blieb damit auch im fünften Heimspiel in Folge ungeschlagen. Zum ersten Mal in diesem Jahr stand Julia Mauksch (3 Tore), nach ihrer Verletzung aus dem Spiel gegen die HSG Gedern/Nidda, wieder im Bienen-Kader. Dafür musste das Trainerteam um Frank Mühlner auf Grete Neustadt verzichten, die krankheitsbedingt fehlte. Bei den Gästen aus Berlin fehlte erneut Vanessa Magg und auch Ex-Biene Paula Förster (2 Tore) saß zunächst auf der Bank. Ab der ersten Minute war bei beiden Mannschaften keine Zurückhaltung zu spüren. Gleich in ihrem ersten Angriff gingen die Spreefüxxe durch Anna Blödorn (15/7 Tore), die beste Torschützin des Spiels, mit 1:0 in Führung. Im direkten Gegenzug kam Lisa Loehnig (2 Tore) ungehindert aus halbrechter Position zum Wurf und erzielte den 1:1-Ausgleich. Auch Torfrau Ann Rammer war mit ihrer ersten Parade nach 90 Sekunden direkt im Spiel. Beide Teams versuchten immer wieder das Spiel schnell zu gestalten, leisteten sich aber in der Vorwärtsbewegung Fehler. Die Gäste setzten sich bis zur fünften Minute erstmals auf 4:2 ab. Doch die Bienen glichen dank zweier Tore von Meret Ossenkopp (8 Tore), die eine ganz starke Partie zeigte, wieder aus (5:5 nach elf Minuten). In der 14.Minute stand der Bienenstock erstmals richtig Kopf. Zunächst setzte Tammy Kreibich (2 Tore) mit einem genialen Bodenpass Kamila Szczecina (7/4 Tore) in Szene, die zum 6:6 traf. Kurz darauf netzte Brigita Ivanauskaite (6 Tore) zur ersten HCR-Führung ein. In der Folge gelang es den Gastgeberinnen, den Vorsprung schnell auf 9:7 auszubauen (19.Minute). Was dann folgte, war die schwächste Phase der Bienen in der ersten Hälfte. Durch simple Fehler und Zeitstrafen schwächte sich die Mühlner-Sieben selbst. Die Füxxe auf der anderen Seite nutzten die Gunst der Stunde und gingen dank eines 3:0-Laufs wieder mit 10:9 in Führung. Fünf Minuten vor der Pause drehte Ivanauskaite noch einmal auf. Sie erzielte erst den 10:10-Ausgleichstreffer und wurde im nächsten Angriff strafwürdig gefoult – den fälligen 7-Meter verwandelte Szczecina sicher zum 11:10. Nach einem Ballgewinn von Ossenkopp war es dann erneut Ivanauskaite, die beim 12:10 den alten Vorsprung wieder herstellte. Bis zum Pausentee fiel auf beiden Seiten nur noch ein Tor, sodass es mit 13:11 in die Kabine ging. Die Bienen konnten zu Beginn der zweiten Hälfte den Vorsprung auf 14:11 ausbauen. Innerhalb von 22 Sekunden stellten die Spreefüxxe jedoch den 14:13-Anschluss her. Der HCR blieb jedoch ruhig. Als Jessica Jander (4 Tore) in der 33.Minute den Ball klaute und das Spielgerät über Kreibich zu Ossenkopp gelangte, die zum 16:13 vollendete, war der alte Abstand wieder hergestellt. Nun waren abermals die Gäste aus der Hauptstadt an der Reihe – sie verkürzten nach der zweiten Zeitstrafe für Ivanauskaite erneut auf 16:15. Den Zuschauern im Bienenstock blieb keine Atempause. Keines der beiden Teams konnte sich bis zur 37.Minute entscheidend absetzen. Dann übernahmen die Bienen das Spielgeschehen und sorgten mit einem 4:0-Lauf zum 21:17 erstmals für eine kleine Vorentscheidung. Die Spreefüxxe hielten das Tempo weiter hoch, um nach dem 21:18 weiter Druck aufzubauen, erhielten kurz darauf jedoch eine Zeitstrafe. In Überzahl agierte die Mühlner-Sieben taktisch klug, stellte auf eine offensive 5:1-Abwehr um und zwang die Gäste zu Fehlern. Dank zweier verwandelter Siebenmeter von Szczecina bauten sie den Vorsprung weiter aus (23:18 nach 42 Minuten). Kurz darauf netzte Jander mit ihrem zweiten sehenswerten Heber der Partie zum 24:19 ein. In der 47.Minute erhielt Ivanauskaite ihre dritte Zeitstrafe und wurde disqualifiziert. Die Berlinerinnen sahen ihre Chance gekommen und verkürzten auf 24:21. HCR-Trainer Mühlner zückte die grüne Karte, brachte Mauksch im rechten Rückraum und lag damit goldrichtig – ihre beiden Tore zum 26:21 sorgten für eine Vorentscheidung. In den letzten zehn Minuten stellten die Spreefüxxe auf eine 5:1-Abwehr um. Allerdings hatte diese taktische Maßnahme nicht den gewünschten Erfolg. Es gelang den Gästen nicht mehr, den Rückstand zu verkleinern. Die Bienen fanden immer eine Antwort und bauten den Vorsprung bis zur 57.Minute auf 30:24 aus. Nun war die Partie entschieden. Mit einem verdeckten Wurf erzielte Loehnig knapp eine Minute vor Ende das 32:26. Kurz darauf betrieb Blödorn mit dem 32:27-Endstand nur noch Ergebniskosmeitk. Lange Zeit war die Partie völlig offen auch, weil sich die Bienen zu viele Fehler in der Vorwärtsbewegung erlaubten. Gut 20 Minuten vor Schluss stellten sie die Weichen jedoch auf Sieg und ließen sich nach einem schönen Handballabend zurecht feiern. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Es war uns von vornherein klar, dass wir dieses Spiel nicht so deutlich dominieren werden, wie das Hinspiel. 32 Tore sind nicht schlecht, aber es hätten noch ein bis zwei Treffer mehr sein können. Da haben wir zu viele Fehler gemacht. Auch in der Verteidigung haben wir zu viele Chancen zugelassen. Ich lobe nur ungern einzelne Spielerinnen, aber es ist schon beeindruckend, was Kamila Szczecina im Spiel für uns arbeitet. Auch Meret Ossenkopp muss ich heute ein Lob aussprechen.“ Florian TriebelDer ENSO-Heimspieltag im Bienenstock hielt, was er im Vorfeld auch versprach – 613 Zuschauer sahen eine rundum gelungene Lichter-Show inklusive Tanzeinlagen und einem Gewinnspiel in der Halbzeitpause sowie großartigen Handball. Nach temporeichen 60…

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Klarer Sieg für die Rödertalbienen

Großröhrsdorf. Dem HC Rödertal gelang beim SV Werder Bremen ein souveräner 30:24 (16:9) – Sieg. Zu jedem Zeitpunkt bestimmte die Sieben von Frank Mühlner das Geschehen auf dem Spielfeld und stellte die Weichen früh auf Sieg. Neben der noch verletzten Julia Mauksch musste HCR-Trainer Mühlner auch auf Grete Neustadt verzichten. Da Jasmin Eckart im Kader der A-Jugend der SG Rödertal/Radeberg steht, ging auch sie nicht mit auf die Reise nach Bremen. Bei beiden Mannschaften war vom Anpfiff weg keine Nervosität oder Zurückhaltung zu spüren. So traf Lisa Loehnig (3 Tore) aus zentraler Position nach 30 Sekunden zur 1:0-Führung. Im direkten Gegenzug erzielte Lena Thomas (2 Tore) den Ausgleich. Kurz darauf stand erneut Loehnig im Mittelpunkt – sie passte den Ball zu Kamila Szczecina (5 Tore) an den Kreis, die unter großer Bedrängnis zum Abschluss kam und das 2:1 erzielte. Kurz darauf erhielt Jessica Jander eine Zeitstrafe. Allerdings konnte Werder Bremen aus der Überzahl keinen Profit schlagen. Zunächst verhinderte Torfrau Ann Rammer den Ausgleich, ehe Tammy Kreibich (2 Tore) die Führung der Bienen mit zwei Toren auf 4:1 ausbaute. Beim 5:2 nach sieben Minuten durfte sich auch die überragende Spielerin der Partie, Brigita Ivanauskaite (14/2 Tore), erstmals in die Torschützenliste eintragen. Als Kreibich in der neunten Minute zunächst an Bremens Torhüterin Marie Andresen scheiterte, der Abpraller jedoch bei Szczecina landete, die zum 7:3 einnetzte, zog Werder-Coach Dominic Buttig erstmals die grüne Karte. Auch danach zwang der HCR die Gastgeberinnen immer wieder zu Fehlern im Angriff und setzte sich durch zwei Treffer von Meret Ossenkopp (3 Tore) auf 9:3 ab. Die Bienen zeigten teilweise schöne Spielzüge. Beispielsweise beim 10:4 als Jander sah, dass Loehnig in zentraler Position am Kreis jede Menge Platz hatte und diese unbehindert einnetzte. Beim Stand von 14:6 nach 22 Minuten versuchte HCR-Trainer Mühlner ein paar taktische Kniffe, indem er kurz mit zwei Kreisläuferinnen spielen ließ und im Rückraum durchwechselte, um seinen Spielerinnen Pausen zu gönnen. Daraus resultierte, dass die Bremerinnen wieder auf 9:15 herankamen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff schickte Mühlner dann erneut Ivanauskaite auf die Platte, die prompt zum 16:9-Pausenstand einnetzte. Die zweite Hälfte begann wie schon die Erste – mit einem Tor der Bienen. Ivanauskaite spielte auf die frei stehende Szczecina, die zum Abschluss kam und die Führung auf 17:9 ausbaute. Kurz darauf bekam Thilde Boesen eine Zeitstrafe. Doch erneut kamen die Bienen auch in Unterzahl durch Loehnig zum Torerfolg (18:10 nach 32 Minuten). Als auch Ivanauskaite für zwei Minuten auf die Bank musste und die Bienen auf vier Feldspielerinnen dezimiert waren, sah der SV Werder Bremen seine Chance. Durch drei Tore nacheinander verkürzten sie den Rückstand auf 13:18. Wieder vollzählig baute der HCR den Vorsprung dank zweier Tore von Ivanauskaite, die sich beide Male zwischen mehreren Abwehrspielerinnen durchkämpfte, wieder auf 20:13 aus. Die Werderanerinnen zeigten zwar viel Herz, machten aber besonders in der Vorwärtsbewegung zu viele Fehler, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Bis zur 44. Minute war der HCR auf neun Tore davon geeilt. (24:15). Erneut folgte ein 3:0-Lauf der Gastgeberinnen, weil die Bienen nun die letzte Konsequenz vermissen ließen. Einzig Ivanauskaite strahlte noch Gefahr aus und baute die Führung wieder auf 27:19 aus (52. Minute). SVW-Trainer Buttig nahm seine dritte Auszeit und ließ die beste Bienen-Torschützin anschließend in Pressdeckung nehmen. Bremen versuchte das Spieltempo hochzuhalten und verkürzte nochmals auf 21:27. Der HCR lief jedoch nie Gefahr, die Partie aus der Hand zu geben und stellte beim 29:21 wieder den alten Vorsprung her. In den letzten Minuten des Spiels durften sich dann auch Victoria Hasselbsuch (1 Tor) und Yuko Minami noch einmal beweisen. Zunächst verkürzten die Gastgeberinnen dank eines 3:0-Laufs auf 24:29. Den Schlusspunkt setzte Hasselbusch – sie hatte Mühe den Ball unter zu Kontrolle zu bringen, kam trotzdem zum Abschluss und erzielte den 30:24-Endstand. Mit dem souveränen Sieg bestätigten die Bienen die positiven Eindrücke des Waiblingen-Spiels. HCR-Trainer Frank Mühlner: „Wir sind hier hergekommen, um zu gewinnen. Dass es am Ende so deutlich wird, hätte ich nicht gedacht. In der ersten Hälfte haben meine Mädels alles umgesetzt, was wir unter der Woche trainiert haben – da ging unser Matchplan voll auf. Dass die zweite Hälfte dann nicht ganz so gut wird, weil wir ein paar technische Fehler zu viel machen, ist auch nicht schlimm. Da haben uns heute auch einfach ein paar Wechselmöglichkeiten gefehlt. Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie hat sich super entwickelt und wir wollen so weitermachen.“ Florian TriebelDem HC Rödertal gelang beim SV Werder Bremen ein souveräner 30:24 (16:9) – Sieg. Zu jedem Zeitpunkt bestimmte die Sieben von Frank Mühlner das Geschehen auf dem…

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