Terminplaner made in Görlitz

Görlitz. Wenn niemand die passende Lösung anbietet, dann muss man sie eben selbst entwickeln. Zweieinhalb Jahre war Claudia Döring Marketingleiterin am Gerhart-Hauptmann-Theater. Das verlangt gute Organisation und Planung und das für zwei Häuser, eines in Zittau und eines in Görlitz. „Ich habe es mit vielen digitalen Lösungen versucht, letztlich waren mir alle zu unflexibel“, erzählt die Görlitzerin. Sie ging zurück zur analogen Lösung, entwickelte dafür eigene Vorlagen, mit denen sich der Terminplaner nach den eigenen Wünschen anpassen lässt. Das funktionierte. Im März 2021 machte sich die 31-Jährige schließlich mir ihrem Unternehmen fraeulein artista selbstständig. Ein Schritt, den sie schon länger geplant hatte. Auf ihrer Website bietet sie handgebundene, individuell gestaltete Bücher und auch Onlinekurse und Webinare. Hauptprodukt ist allerdings „journa“, ein Tagesplaner im Ringbuchformat, der sich individuell gestalten lässt. Er wird von fraeulein artista selbst entworfen und anschließend in Handarbeit hergestellt. „Meine Vision ist, kreativ und ästhetisch Denkende dabei zu unterstützen, sich selbstbestimmt zu entfalten.“ Tages-, Wochen- und Monatsplan, Essens- und Finanzplan – mit vielen unterschiedlichen Vorlagen lässt sich der Alltag strukturieren.  Wichtig ist Claudia Döring dabei Nachhaltigkeit. Das Cover wird aus Holz hergestellt. Das macht das Ringbuch besonders Robust. In Zukunft will sie auch andere Materialien anbieten, beispielsweise aus Acrylglas. Doch dazu braucht es Unterstützung. Auf Startnext, einer Crowdfunding-Plattform für die Finanzierung von Ideen, Projekten und Startups, hat die Görlitzerin eine Kampagne gestartet. Sie hofft, darüber einen Laser-Cutter finanzieren zu können, der ihr bei der Gestaltung ihrer Produkte mehr Möglichkeiten bieten würde. Wie bei Crowdfunding-Kampagnen üblich, gibt es je nach Betrag, den der Unterstützer investiert, verschiedene Gegenleistungen. Die reichen von der individuell gestalteten Postkarte, über verschiedene Vorlagen für den Planner (die es teils ausschließlich im Rahmen der Kampagne, nicht aber im Shop gibt) bis hin zu individuell und nach Absprache mit dem Unterstützer gestalteten Vorlagen. Wer das junge Görlitzer Unternehmen unterstützen will, kann das bis 4. Mai auf www.startnext.com/en/journa tun. Weitere Infos gibt’s auch auf https://fraeuleinartista.de. Wenn niemand die passende Lösung anbietet, dann muss man sie eben selbst entwickeln. Zweieinhalb Jahre war Claudia Döring Marketingleiterin am Gerhart-Hauptmann-Theater. Das verlangt gute Organisation und Planung und das für zwei Häuser, eines in…

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Carl-Lohse-Galerie lockt mit interessanter Ausstellung

Bischofswerda. Nach über fünf Monaten Lockdown hat die Carl-Lohse-Galerie jetzt ihre Türen wieder für Besucher geöffnet. Zu sehen sind dann gleich zwei neue Ausstellungen. In den Räumen der Wechselausstellung stellt Bernd Warnatzsch unter dem Titel »Von Drinnen nach Draußen – Von Innen nach Außen« aus.  Der ehemalige Bischofswerdaer Kunsterzieher, der im vergangenen Jahr seinen 80. Geburtstag feierte, zeigt eine Auswahl seiner künstlerischen Tätigkeit aus den letzten Jahrzehnten. Restaurierte Werke von Carl Lohse In den benachbarten Räumen der Dauerausstellung von Carl Lohse zeigt die Stadt Bischofswerda die Ausstellung »Lohse. Restauriert.«. Diese sollte bereits im November 2020 eröffnet werden und den krönenden Abschluss des Jubiläumsjahres von Carl Lohse darstellen. Denn es jährte sich zum 55. Mal sein Todestag und zum 125. Mal sein Geburtstag. Zu sehen sind Werke, die in 2020 durch die Förderung des Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien restauriert wurden. Nur mit Termin und negativen Schnelltest in das Museum Für den Besuch der Carl-Lohse-Galerie sind folgende Regeln zu beachten: Es ist erforderlich vorher einen Termin zu buchen, vor Ort erfolgt die Dokumentation über eine Kontaktnachverfolgung. Besucher erhalten nur Zutritt zur Galerie, wenn sie einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen können. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Räumlichkeiten ist Pflicht. Kontakt und weiterführende Informationen zur Carl-Lohse-Galerie gibt es hier. Nach über fünf Monaten Lockdown hat die Carl-Lohse-Galerie jetzt ihre Türen wieder für Besucher geöffnet. Zu sehen sind dann gleich zwei neue Ausstellungen. In den Räumen der Wechselausstellung stellt Bernd Warnatzsch unter dem Titel »Von Drinnen…

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Skatepark Wilthen jetzt noch schöner

Wilthen. Um den Skatepark in Wilthen weiterhin attraktiv für Jugendliche zu halten, mussten neue Elemente auf der Anlage her, die mithilfe der Valtenbergwichtel und der Stadtverwaltung realisiert wurden. Viel Zeit, Nerven und Schweiß kostete der Bau der neuen »Jump Box« am Skatepark in Wilthen. Über 60 Arbeitsstunden wurden investiert. Geeignet ist das neue Element für fast alle gängigen Sportgeräte auf Rädern oder Rollen. Die Rampe kann von vier Seiten aus befahren werden. Besonders dafür eignen sich Skateboards, BMX, Inliner oder Scooter, ließ Carolin Griesch (Foto) von den Valtenbergwichteln wissen. Stadt half mit Finanzspritze Die Stadt Wilthen bezuschusste das Gesamtprojekt mit 7000 Euro. Ein weiteres Element konnte bereits im Oktober 2020 gebaut werden. Das Projekt wird mit der neuen »Jump Box« vervollständigt. Die Valtenbergwichtel hatten eigentlich geplant, mit den Kinder- und Jugendlichen aus den Ort zu arbeiten, doch die Kontaktbeschränkung erlaubten keine Beteiligung der Kids. Verzögerung am Bau Ein wenig aus dem Zeitplan sind die Erbauer auch gekommen. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten des Materials und dem schlechten Wetter verzögerte sich der Bau um eine Woche. Dafür wurde die Anlage in Wilthen umso schöner gestaltet.Um den Skatepark in Wilthen weiterhin attraktiv für Jugendliche zu halten, mussten neue Elemente auf der Anlage her, die mithilfe der Valtenbergwichtel und der Stadtverwaltung realisiert wurden. Viel Zeit, Nerven und Schweiß kostete der Bau der…

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Fertigstellung der S177 verzögert sich – AFD kritisiert

Radeberg. Die neue Schnellstraße S 177 soll künftig dafür sorgen, dass sich der Verkehrsfluss von Radeberg nach Leppersdorf deutlich entspannt und Reisende schneller in den Dresdener Osten oder weiter in Richtung Süden, in das Elbsandsteingebirge gelangen können. „10 Prozent höhere Baukosten und 100 Prozent verlängerte Bauzeit“ Doch bis es soweit ist, vergehen noch ein paar Jahre, denn die Fertigstellung der Schnellstraße kann voraussichtlich erst 2023 abgeschlossen werden. Die eingeplanten Kosten von 53 Millionen Euro werden mit großer Wahrscheinlichkeit überschritten. Der AFD Landtagsabgeordnete Frank Peschel kritisiert die Verzögerung: „10 Prozent höhere Baukosten und 100 Prozent verlängerte Bauzeit. Das ist das traurige Zwischenergebnis des 5,3 km langen Teilstraßenneubaus der S177. Es ist absolut nicht nachvollziehbar, dass sich die Fertigstellung, ohne Angabe von Gründen immer weiter verschiebt, wo der Straßenabschnitt doch bereits 2020 fertiggestellt sein sollte. Mittlerweile wird die Fertigstellung mit 2023 angegeben.“ Deutliche Kritik von Peschel ist auch an bisherige sächsische Infrastrukturprojekte adressiert: „Die Verspätung bei der Freigabe der S177, die gestiegenen Baukosten und Fehlplanungen stehen exemplarisch für die Umsetzung von Infrastrukturprojekten in Sachsen. Das ist völlig inakzeptabel“, so der AFD-Mann Peschel mit ernsten Worten. Finanzierungslücken verzögern die Fertigstellung Auf Nachfrage beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) gibt es aus deren Sicht doch Gründe für die Bauverzögerung. „Die Fertigstellung des Abschnitts zwischen Radeberg und der A4 hat sich auf 2023 verschoben, weil wir letztlich nicht alle ursprünglich geplanten Baulose in das letztjährige Finanzierungsprogramm einordnen konnten.“ Heißt konkret: Die Finanzierung konnte nicht gewährleistet werden und ist abhängig vom Doppelhaushalt 2021/2022. Wie gehen die Arbeiten derzeit voran? Der Plan für die kommenden Wochen sieht so aus, dass Ausweichstellen für den Linienbusverkehr auf der K 9254 (zwischen Wachau und Kleinröhrsdorf) geschaffen werden. Diese soll während der im Mai beginnenden Vollsperrung der S 95 als Umleitungsstrecke dienen, um dann den Streckenabschnitt zwischen Radeberg und Leppersdorf - der künftigen S 177 - baulich fertigzustellen. Die neue Schnellstraße S 177 soll künftig dafür sorgen, dass sich der Verkehrsfluss von Radeberg nach Leppersdorf deutlich entspannt und Reisende schneller in den Dresdener Osten oder weiter in Richtung Süden, in das Elbsandsteingebirge gelangen…

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Meißen überschreitet 200-Inzidenz

Meißen. Gegenüber gestern sind im Landkreis Meißen weitere 120 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen hinzugekommen. Damit gibt es bislang insgesamt 14.991 positiv getestete Personen. Von diesen befinden sich gegenwärtig 753 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Zudem sind 546 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne zu verzeichnen. Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 62 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst. Davon werden zehn auf der Intensivstation behandelt. Weiterhin unverändert beläuft sich die Zahl der Verstorbenen auf bislang insgesamt 572 Personen. Der 7-Tage-Inzidenzwert des RKI für den Landkreis Meißen beträgt heute 215,5. Damit wurde die Marke von 200 erstmals seit 22. Januar 2021 wieder überschritten. Auswirkungen auf die derzeit geltenden Regelungen hat dies vorerst nicht. So wären bspw. bei einer fünf Tagen andauernden Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Versammlungen auf eine Teilnehmerzahl von maximal 200 Personen begrenzt. Die durch den Landkreis Meißen entsprechend der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung am 6. April 2021 ermöglichten Öffnungsschritte sind erst aufzuheben, wenn das festgelegte Maximum von 1.300 mit an COVID-19 Erkrankten belegten Krankenhausbetten auf der Normalstation im Freistaat Sachsen überschritten wird. Mit Stand 13. April betrug die Bettenauslastung laut offizieller Website des Freistaates Sachsen 1.205, jedoch mit steigender Tendenz. Im Landkreis Meißen haben nunmehr vier weitere Testzentren eröffnet: Im Testzentrum Markthalle Staucha (Thomas-Müntzer-Platz 2) werden von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 9 Uhr und von 15 bis 17 Uhr kostenlose Schnelltests durchgeführt. Das Testzentrum in Lommatzsch (Oschatzer Straße 2) hat von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Zwei weitere Testzentren bieten auch in der Stadt Meißen kostenlose Schnelltestmöglichkeiten an: Sowohl das Testzentrum Meißen Markt (Markt 3) als auch das Testzentrum Meißen Filmpalast (Theaterplatz 14) haben von Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Adressen, Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten aller nunmehr 22 Testzentren im Landkreis finden Interessierte auf der Website des Landkreises Meißen www.kreis-meissen.de unter Landratsamt – Gesundheitsamt – Coronavirus. Gegenüber gestern sind im Landkreis Meißen weitere 120 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen hinzugekommen. Damit gibt es bislang insgesamt 14.991 positiv getestete Personen. Von diesen befinden sich gegenwärtig 753 Personen in…

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Langeweile, Frust, Ängste?

Sachsen. Die Corona-Krise hat sich auf den Alkohol- und vor allem den Tabakgebrauch Jugendlicher und junger Erwachsener stärker ausgewirkt als auf den Konsum älterer Menschen. Das zeigt ein Generationen-Vergleich aus einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach trinkt jeder achte 16- bis 29-Jährige seit der Pandemie mehr Alkohol, unter den 50- bis 69-Jährigen hingegen jeder Zehnte. Mit Blick auf den Tabakkonsum klafft die Schere noch sehr viel weiter auseinander: Jeder Dritte unter den jüngeren Rauchern gibt an, seit Corona häufiger zur Zigarette zu greifen. Unter den Älteren sagt dies hingegen nur jeder Vierzehnte. Die Befragung zeigt also, dass Jugendliche und junge Erwachsene seit Corona zunehmend regelmäßiger Alkohol konsumieren und vor allem mehr rauchen, wohingegen die Generation 50 plus dies bereits vorher schon getan hat. Griff zur Flasche aus Langeweile, Frust und Perspektivlosigkeit Dies belegen auch weitere Ergebnisse: Demnach geben 30 Prozent der 16- bis 29-Jährigen an, vor der Krise nur zu besonderen Anlässen wie zum Beispiel bei Partys getrunken zu haben. Nur zwölf Prozent sprechen hingegen von mehreren Tagen in der Woche. »Da besondere Gelegenheiten seit Corona fehlen, greifen junge Menschen nun häufiger zu Bier, Sekt und Co. - offenbar auch aus Langeweile, Frust und Perspektivlosigkeit«, sagt KKH-Suchtexperte Michael Falkenstein. Unter den 50- bis 69-Jährigen genehmigte sich hingegen bereits vor der Pandemie jeder Dritte mehrmals wöchentlich Alkohol. Deutlich weniger taten dies hingegen nur zu besonderen Gelegenheiten. Das bedeutet, dass diese Generation ihr Konsumverhalten seit der Pandemie offenbar kaum verändert hat. Auch unter den Rauchern zeigt der Generationenvergleich, dass vor der Pandemie deutlich mehr Ältere bereits regemäßig zum Glimmstängel griffen (23 Prozent) als Jüngere (sechs Prozent). Krise trifft junge Leute in der Schlüsselphase ihres Lebens »Dass vor allem junge Menschen seit der Pandemie mehr trinken und vor allem rauchen, ist besorgniserregend«, sagt Michael Falkenstein. »Denn die große Gefahr ist, dass aus dem vermehrten Konsum während einer schweren Phase wie jetzt in der Corona-Krise eine Gewohnheit wird und dadurch das Risiko für eine Abhängigkeit entsteht.« Ein Rückschritt also, denn innerhalb der vergangenen zehn Jahre vor der Pandemie war die Zahl der Diagnosen mit Blick auf Alkohol- und Tabakmissbrauch gerade bei den 15- bis 19-jährigen KKH-Versicherten gesunken: um 10 beziehungsweise um knapp 15 Prozent. Entscheidend sei, nicht den Konsum selbst, sondern die Ursachen dafür zu bekämpfen, etwa psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen, die sich in einer Krisensituation noch einmal mal verstärken können, betont Falkenstein. »Die Krise trifft viele junge Menschen in einer Schlüsselphase ihres Lebens - zwischen Schulabschluss und Ausbildung, zwischen Reisezeit und Studium, zwischen Studienabschluss und erstem Job, auf den ersten Stufen der beruflichen Karriereleiter.« Die Corona-Krise hat sich auf den Alkohol- und vor allem den Tabakgebrauch Jugendlicher und junger Erwachsener stärker ausgewirkt als auf den Konsum älterer Menschen. Das zeigt ein Generationen-Vergleich aus einer forsa-Umfrage im Auftrag der KKH…

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