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Es ist genug für alle da

Diese Bilder sieht man in letzter Zeit leider sehr oft: leere Supermarktregale, übervolle Einkaufswagen und streitende Menschen. Dabei muss das alles nicht sein.
So sieht es aktuell vielerorts aus, doch es besteht kein Grund zum Hamstern. Foto: Pixabay

So sieht es aktuell vielerorts aus, doch es besteht kein Grund zum Hamstern. Foto: Pixabay

Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, nahm den Weltverbrauchertag am 15. März zum Anlass, um an alle Bürger zu appellieren: »Wir sind in der glücklichen Lage, dass uns genügend Lebensmittel in großer Vielfalt zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stehen. Gerade mit Blick auf die jetzige Situation ist nicht nur die Solidarität der Verbraucher untereinander gefragt, sondern auch Maß und Mitte. Die Sorgen rund um die Folgen, die mit der Verbreitung des Corona-Virus einhergehen, sind verständlich. Vielerorts ist es zu so genannten Hamsterkäufen gekommen. Dennoch gibt es dafür keinen Anlass. In Deutschland haben wir aktuell keine Versorgungsengpässe. Ich appelliere daher an die Bürger, ihre Vorräte mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken – dann ist genügend für alle verfügbar. Die Regale werden zeitnah wieder aufgefüllt. Wichtig ist, nur das zu lagern, was auch normalerweise im Alltag genutzt und verbraucht wird, um nicht Lebensmittel und wichtige Ressourcen zu verschwenden. Unnötige Hamsterkäufe führen leider häufig dazu, dass Lebensmittel letztlich in der Tonne landen.« Nicht verrückt machen lassen Leider kursieren immer wieder Nachrichten darüber, dass Lebensmittelläden geschlossen werden oder nicht mehr genug Ware bekommen. Diese Gerüchte sind falsch und führen nur zu unnötiger Panik. Supermärkte und Discounter reagieren auf die erhöhte Nachfrage verschiedener Produkte und passen ihre Liefermengen entsprechend an. Die Lager sind voll. Der Grund für die leeren Regale rührt lediglich daher, dass die Mitarbeiter mitunter nicht hinterher kommen, alles wieder so schnell aufzufüllen wie es vergriffen ist. Denn sie müssen sich zusätzlich auch mit wütenden Anschuldigungen herumschlagen, wenn Kunden ihre gewünschten Waren nicht erhalten. Beim nächsten Einkauf gilt also: Ruhe bewahren. Denn neben dem medizinischen Personal sorgen auch die Supermarkt-Mitarbeiter in dieser aufwühlenden Zeit dafür, dass unser aller Leben so normal wie möglich weitergeht. Und jeder Kunde kann ebenso seinen eigenen Teil dazu beitragen. (pm)


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