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"Eigentlich wollte ich Rennfahrer werden"

Dresden. Am 22. August gibt's am Maritim Hotel viel zu schauen. Dann hebt sich pünktlich 12.01 Uhr die Startflagge zur 17. »Sachsen Classic«. Rund 180 Oldtimer und Youngtimer bis Baujahr 1999 nehmen die erste Etappe über 110 km von Dresden nach Glashütte unter die Räder. Mit dabei: Schauspieler Hinnerk Schönemann.

Haben Sie den luftgekühlten 6-Zylinder-Boxermotor Ihres diamantsilbernen Porsche schon probeweise surren lassen?

Leider hatte ich noch nicht das Vergnügen. Der Wagen kommt erst kurz vor Rallye-Beginn in Dresden an. Bis dahin steht er noch im 650 Modelle umfassenden Porsche-Museum in Stuttgart. Den Kult-Sportwagen stellte Porsche 1988 in nur 171 Exemplaren für den Export her. Einen davon sicherte sich das Museum.

Ihre Begeisterung klingt fast so, als würden Sie gern rasen?

Nein, ich fahre zwar zügig, bin aber eher der entspannte und besonnene Fahrer. Ich habe schließlich zwei Kinder!

Sie fahren schon zehn Jahre Oldtimer-Rennen. Wieso sind Sie ein so leidenschaftlicher Auto-Freak?

Da es in meiner Familie eine Autoreifen- und Lkw-Reparaturwerkstatt gibt, bin ich schon als Kind sehr oft dort gewesen und träumte später davon, Rennfahrer zu werden. Ich hatte aber weder eine Vorstellung davon, wie man das wird, noch einen professionellen Förderer.

Welcher Rennfahrer war denn Ihr Vorbild?

Ganz klar Michael Schuhmacher.

Vor Ihrem Beruf als Schauspieler wollten Sie Tierarzt werden, richtig?

Ja, aber den Gedanken hatte ich nur kurz. Ich hätte es wohl nicht geschafft, mir das nötige Wissen für ein erfolgreiches Medizinstudium anzueignen. Deshalb wollte ich lieber einen eigenen Zooladen mit meinen selbst gezüchteten Reptilien, Fischen und Schildkröten eröffnen. Das war mein Ziel, bis mir irgendwann ein Freund riet, mich an der Schauspielschule in Berlin zu bewerben. Da habe ich sofort gemerkt: Oh, das gefällt mir! Also bin ich dabei geblieben.

Wenn Sie nicht gerade Filme drehen oder Rallyes fahren, leben Sie mit Ihrer Familie in einem 70-Seelendorf bei Plau am See. Wie gefällt Ihnen dort der Job als Landwirt?

Ich habe mich vor 15 Jahren dafür entschieden, zurück in die Heimat meiner Eltern nach Mecklenburg-Vorpommern zu ziehen. Unsere Familie hat hier schon immer gewohnt, dort steht auch mein Elternhaus. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich das laute Großstadtleben mit all seiner Hektik nicht mehr brauche. Ich meide auch so oft es geht den Roten Teppich, ich vermisse den ganzen Rummel nicht und brauche keine Aufmerksamkeit. Diesen Schritt, an den Ort meiner Kindheit zurückzukehren, habe ich nie bereut.

Bauer zu sein klingt nach sehr viel Arbeit ...?

Ich habe keinen Riesen-Hof und fast alles funktioniert automatisch. Die Pferde stehen im Offenstall, die Hühner kommen durch eine Klappe an ihre Körner: Dahingehend ist also alles auf wenig Arbeit ausgerichtet. Trotzdem mache ich noch vieles selbst und habe jede Menge Spaß dabei. Im Winter schlage ich Holz im Wald und im Sommer mache ich Heu. Das muss ich übrigens noch einfahren, weil ich ab Mitte September wieder eine neue Folge der ARD-Krimireihe »Nord bei Nordwest« drehe.

Freuen Sie sich schon darauf, durch die schönsten Gegenden Sachsens zu fahren?

Natürlich. Ich genieße diese kurze, dreitägige Auszeit von Beruf und Nebenjob ganz bewusst. Ich war schon einige Male auf Oldtimer-Tour in Dresden und Umgebung und ich freue mich auf die vielen Spalier stehenden Menschen, die die Rallye verfolgen.

Mehr Infos zur »Sachsen Classic« hier: www.sachsen-classic.de

Das Gespräch führte Hans Jancke

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