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Steigender Krankenstand im Landkreis Bautzen

Landkreis Bautzen. Laut DAK-Gesundheitsreport sind im Landkreis Bautzen Atemwegserkrankungen die häufigste Ursache. Aber auch psychische Erkrankungen spielen eine zunehmende Rolle. Und warum sind jüngere Menschen öfters krank als Ältere?
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An erster Stelle der Ursachen für Krankschreibungen stehen im ersten Halbjahr 2023 Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis.

An erster Stelle der Ursachen für Krankschreibungen stehen im ersten Halbjahr 2023 Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis.

Foto: Pexels

Kurz & kompakt

  • 32 Prozent mehr Fehltage als im Vorjahr
  • Jeden Tag von 1.000 Beschäftigten 64 im Landkreis Bautzen krankgeschrieben
  • Top-Erkrankungen: Atemwegsprobleme, Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychische Erkrankungen

 

Die Krankenkasse DAK wertet regelmäßig die Krankschreibungen aller Beschäftigten aus, die bei ihr versichert sind, und erstellt daraus einen Gesundheitsreport.

 

 

Krankenstand ist gestiegen

 

Der besagt, dass der Krankenstand im Landkreis Bautzen im ersten Halbjahr 2023 gestiegen ist. Die Beschäftigten in der Region hatten 32 Prozent mehr Fehltage als im Vorjahreshalbjahr. Mit 6,4 Prozent lag der Krankenstand leicht über dem Landesdurchschnitt (5,9 Prozent im Freistaat Sachsen). Die 6,4 Prozent bedeuten, dass an jedem Tag von Januar bis Juni von 1.000 Mitarbeitern im Schnitt 64 krankgeschrieben waren.

Insgesamt haben Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen und Muskel-Skelett-Erkrankungen besonders zugenommen, Arbeitsausfall durch Corona ist hingegen um beinahe drei Viertel zurückgegangen.

Die meisten Ausfalltage gingen im ersten Halbjahr 2023 auf das Konto von drei Erkrankungsgruppen: An erster Stelle standen die Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis. In dieser Gruppe stieg die Anzahl der Fehltage gegenüber dem Vorjahr um 46 Prozent.

Unverändert viele Fehltage verursachten Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie etwa Rückenschmerzen.

Aufgrund von psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzuständen waren DAK-versicherte Beschäftigte im ersten Halbjahr häufiger krankgeschrieben. Das Plus betrug hier 27 Prozent.

 

Höherer Krankenstand bei den Jüngeren

 

Laut dem Report fallen die Veränderungen in manchen Altersgruppen stärker ins Gewicht als in anderen: Bei den jungen Erwerbstätigen bis 30 Jahren war die Steigerung der Krankschreibungen mit einem Plus von 42 Prozent in dieser Auswertung besonders deutlich. Das liegt daran, dass früher nicht alle Krankschreibungen übermittelt wurden. Seit Einführung der elektronischen Krankmeldung werden nun alle Daten vollständig an die Krankenkasse weitergeleitet.

Bei den über 50-Jährigen waren die Krankschreibungen deutlich weniger. Allerdings sind ältere Erwerbstätige dafür eher von langwierigen Erkrankungen betroffen wie etwa Bandscheibenvorfällen. Für ihre Altersgruppe zeigt die Analyse deshalb zwar weniger Fälle, aber insgesamt mehr Fehltage.

 


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