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»Diese Verunsicherung ist mir unerklärlich«

Dresden. Das Interview der Woche mit Ex-Dynamo-Kämpfer Hartmut Schade.

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Hartmut Schade

Hartmut Schade

Foto: Schmidt

Nach der verheißungsvollen Vorbereitung mit etlichen guten Testspiel-Resultaten war das 1:1 gegen Drittliga-Schlusslicht SV Meppen ein empfindlicher Dämpfer. Das findet auch Dynamos früherer Mittelfeld-Kämpfer Hartmut Schade. Was sagen Sie zum Auftritt der Schwarz-Gelben?

Ich hatte erwartet, dass die Mannschaft mit relativ viel Selbstvertrauen auf den Platz geht und zeigt, wer hier der Herr im Hause ist. Leider sah man das nicht. Man muss mal drauf gehen, mal Forechecking praktizieren – das hat man über die gesamten 90 Minuten nicht gesehen. Diese Verunsicherung ist mir unerklärlich.

 

Vor allem die erste Halbzeit ohne echte Torchance war ein Offenbarungseid...

Es ist doch eine alte Weisheit: Wer nicht auf das Tor schießt, der kann auch keines erzielen und kein Spiel gewinnen.

 

Mit dem 1:0 schienen die Dresdner aber doch auf die Siegerstraße eingebogen zu sein.

Auch danach war vieles Stückwerk. Man muss doch darauf drängen, das 2:0 nachzulegen, um am Ende nicht in die Bredouille zu geraten. Doch es passierte das Gegenteil. Meppen schnürte uns in den letzten zehn Minuten ein und wir haben keinen einzigen Konter zustande gebracht. Was die Gäste aus ihren Verhältnissen gemacht haben – man muss ehrlich zugeben, der Punkt für sie war nicht unverdient. Wir wurden ja mitunter förmlich vorgeführt.

 

Was sagen Sie zur Aufstellung?

In der Vorbereitung hat sich diese Elf offenbar als die beste herauskristallisiert. Allein von den Namen her sollte Dynamo eine Mannschaft wie Meppen besiegen. Trotzdem konnte ich nicht erkennen, welche Rolle zum Beispiel Melichenko gespielt hat.

 

Darf man noch vom Aufstieg träumen?

Mit dieser Mannschaft ist es nicht möglich, in dieser Saison aufzusteigen. Wie heißt es so schön: Fußballspielen und Singen kann man nicht erzwingen.

 

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