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So gelang der Dresdner Griechen-Coup

Dresden. Interview der Woche mit HC-Elbflorenz-Trainer Rico Göde

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Rico Göde  Foto: PR

Rico Göde Foto: PR

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Auch beim HC Elbflorenz herrscht Ruhe vor dem Sturm, die Saison in der 2. Handball-Bundesliga beginnt erst am ersten September-Wochenende. Trainer Rico Göde sitzt jetzt schon in den Startlöchern. Wie war der Urlaub?

Meine Frau ist Lehrerin, da waren mehr als Wochenendausflüge nicht drin. Ich habe mich mit Gartenarbeit erholt und abgelenkt. Am Donnerstag starten wir ins Training – und meine Frau macht Urlaub. Wir hoffen auf die Ferien-Rotation in den nächsten Jahren…

 

Wie fällt ein letzter Blick auf die Vorsaison aus?

Natürlich sind wir mit Platz neun nach dem vierten Rang im Jahr davor nicht zufrieden. Uns hat es allerdings von den äußeren Umständen her besonders erwischt, wir mussten quasi vier Vorbereitungen während der Saison machen. Immerhin haben wir zu alter Heimstärke zurückgefunden. Dass es einen noch schlimmer erwischen kann, hat man mit dem Abstieg des EHV Aue gesehen. Der schmerzt uns aus Verbundenheit, aber auch finanziell: Beide Sachsenderbys haben immer für volle Hallen gesorgt.

 

Jetzt also auf ein Neues. Mit welchen Zielen?

Die werden wir öffentlich rechtzeitig definieren, aber es ist ja klar: Wir wollen besser abschneiden, uns entwickeln. Wir müssen nur wenige Spieler integrieren, können auf eine eingespielte Mannschaft bauen.

 

Apropos neue Leute: Mit dem griechischen Nationalspieler Christos Mylonas ist dem HCE ein echter Coup gelungen. Wie ist der zustande gekommen?

Er wollte unbedingt nach Deutschland und beauftragte deshalb eine Agentur. Wir waren eine von mehreren Adressen und dass er sich für uns entschieden hat, macht uns stolz. Ausschlaggebend waren auch die Bedingungen in Sachen Infrastruktur, Halle, medizinische Betreuung – denn jeder achtet immer stärker darauf, sein Kapital, den Körper, bestens zu pflegen und zu schützen. Und natürlich ist auch unsere wunderschöne Stadt ein Faustpfand.

 

Stellt er im Rückraum eine Konkurrenz für Sebastian Greß dar?

Ja und nein. Zum einen ist interne Konkurrenz immer gut, zum andern können auch beide nebeneinander spielen.

 

Wie sehen die nächsten Wochen aus?

Nach dem Trainingslager in Bad Blankenburg kommen schöne Testspiele mit dem Highlight gegen den SC DHfK Leipzig. Ende August wird’s ernst mit dem Pokal-Heimspiel gegen Dormagen.