Carola Pönisch

Satz des Jahres

Seit Jahren befassen sich Gremien damit, das Wort, das Unwort und das Jugendwort des  Jahres zu küren. Ich rege die Ergänzung um den»Satz des Jahres« an. Mein Favorit hieße »Wenn Greta das wüsste«. Hört man jetzt immer und überall. Geben Sie den Satz mal bei Google ein. 118.000 Treffer werden angezeigt. Sogar eine Facebookseite heißt so.

Natürlich hat nicht alles mit der kleinen Umweltaktivistin zu tun. Aber ihre Omnipräsenz ist schon enorm. Wenn Greta wüsste, dass ich Kunstschnee aus der Dose aufs Gesteck puste... Wenn sie wüsste, dass ich noch Geschenkpapier nutze ... Wenn sie wüsste, dass ich auch 2020 in ein warmes Urlaubsland fliegen will ...
Immerhin: Ich habe das Gefühl, wir hinterfragen jetzt öfter als in der Vor-Greta-Zeit, ob etwas gut oder schlecht fürs Klima ist. Allerdings sind laut einer Umfrage76 Prozent der Menschen inzwischen genervt von der 16-Jährigen. Wenn das Greta wüsste ....

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Friedrichstadt hat eine neue "Grüne Raumkante"

Dresden. Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen Abschnitt wurden in den vergangenen Monaten eine Allee aus 65 Tulpenbäumen gepflanzt, es gibt nahe der Haltestelle Koreanischer Platz zwei kleine Hochbeete mit blühenden Pflanzen und zwei Bänke. Die Grüne Raumkante sieht nicht nur gut aus, "sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas und mildert den Lärm ab", sagt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Bis zum zweiten Weltkrieg war die Schäferstraße beidseits  mit gründerzeitlichen Mietshäusern bebaut. Während stadteinwärts rechtsseitig in den 1970er Jahren Plattenbauten entstanden, blieb die linke Seite der Einfallstraße ins Stadtzentrum viele Jahre im ruinösen Zustand. Erst Ende der 1980er Jahre wurde die verfallenen Gebäude an der Nordseite zwischen Weißeritzstraße und Institutsgasse gesprengt, um Platz zu schaffen für Neubauten - die aber nie gebaut wurden. Stattdessen entstanden Wildnis und Autohandel auf der Grünen Wiese. Sanierungsgebiet Friedrichstadt  Seit 2004 gehört die historische Friedrichstadt zu den Dresdner Sanierungsgebieten. Bis 2022 werden rund neun Millionen Euro ins Gebiet fließen. Neu gestaltet und deutlich aufgewertet wurden bereits der Hohenthalplatz, der Koreanische Platz (Haltestelle und ehemaliger domäne-Parkplatz), an der Roßthaler Straße entstand ein Freizeitpark mit Skateranlage und auf der Berliner Straße der schicke Spielplatz "Notruf Zentrale 112". In wenigen Tagen werden der Stadtgarten am Alterthafen und ein Grünzug an den Menageriegärten eingeweiht. Die Zahl der Friedrichstadt-Bewohner nahm seit 2003 um 70 Prozent zu, es entstanden außerdem 600 neue Wohnungen.Die Schäferstraße mitten in Friedrichstadt ist in diesem Frühjahr ein Stück weit attraktiver geworden. Die verwilderten Brachflächen zwischen Adler- und Institutsgasse sind einer sogenannten "Grünen Raumkante" gewichen. Auf dem 310 Meter langen…

weiterlesen