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Seit 30 Jahren Ihr wöchentlicher Begleiter

Erste Ausgabe erschien hier kurz nach der Wiedervereinigung

30 Jahre WochenKurier. Kaum zu glauben aber wahr - der WochenKurier wird 30 Jahr.... Und das auch im Elbe-Elster-Kreis!

Genau genommen stimmt das nicht ganz. Erstens gab es vor 30 Jahren noch gar keinen Elbe-Elster-Kreis. Dieser entstand erst 1993 infolge der brandenburgischen Kreisgebietsreform durch die Zusammenlegung der damaligen Kreise Bad Liebenwerda, Herzberg und Finsterwalde.

Und zweitens hieß die Zeitung damals noch »Wochenspiegel«, wie bereits in der Zwischenüberschrift erwähnt.

Die Geschichte des WochenKurier im Elbe-Elster-Kreis ist nicht zu trennen von der Historie des gesamten Verlagsunternehmens. Im Frühsommer 1990 waren drei junge Hoyerswerdaer Journalisten - Torsten Berge, Sascha Wende und Gabriele Priebe - fixiert von der Idee zu einer eigenen Zeitung. Der Kontakt kam mit dem Weißdruck-Verlag in Monschau (Eifel) zustande und noch im selben Jahr folgten Wochenspiegel-Ausgaben in Kamenz, Bautzen, Bischofswerda, Spremberg, Senftenberg - und schließlich die erst Zeitung (Null-Ausgabe) am 19. Dezember 1990 in Bad Liebenwerda.

Und hier im Elbe-Elster-Land? Im Herbst 1990 befand sich das gerade wiedervereinigte Land im Wahlkampf zum ersten gesamtdeutschen Bundestag. Bis zur Bundestagswahl am 2. Dezember wurde zu vielen Kundgebungen eingeladen bzw. warben Politiker aus den westlichen Bundesländern für die soziale Marktwirtschaft. Eine solche Veranstaltung fand Mitte November 1990 im Schraubenwerk Elsterwerda statt. Gäste waren der CDU-Bundestagskandidat, Pfarrer Michael Stübgen aus Großthiemig, und Bernhard Worms, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag Nordrhein/Westfalen. Im Auftrag der Lausitzer Rundschau berichtete damals Heiko Lübeck über die Veranstaltung. Im Anschluss kam es mit vielen interessierten Bürgern noch zu zwanglosen Gesprächen mit Michael Stübgen und Bernhard Worms u.a. über die Medienvielfalt des Landes. Dabei erinnerte sich Bernhard Worms an ein Interview, das er kurz zuvor dem »Wochenspiegel« in Hoyerswerda gab und organisierte einige Hoyerswerdaer Ausgaben.

Mit weiteren Helfern und einem noch »löchrigen« Botennetz konnten am 19. Dezember 1990 fast 18 000 Exemplare im Kreis Bad Liebenwerda an die Haushalte verteilt werden - mit einem Gastkommentar von Michael Stübgen zur »Weiternutzung des Truppenübungsplatzes Bad Liebenwerda«.

Michael Stübgen ist nach seiner Abgeordnetentätigkeit im Bundestag nun seit November 2019 Landesvorsitzender der CDU und Innenminister sowie stellvertretender Ministerpräsident Brandenurgs. Er erinnert sich: »Die Medienvielfalt hat sich mit der Wende rasant verändert. Dass es den WochenKurier immer noch gibt ist doch eine sehr gute Sache.«

Von Anfang an dabei war damals Heiko Lübeck als Redakteur. Weitere Aktivisten zu jener Zeit waren die damalige Bürofachkraft, Diana Käthner, und Uwe Peschel als Anzeigenfachberater.

Das Unternehmen wuchs mächtig weiter an und entwickelte sich zu einer großen Erfolgsgeschichte in Brandenburg und Sachsen. Wie bereits erwähnt, änderte sich der Zeitungsname. 1994 wurde aus dem Wochenspiegel der WochenKurier, und noch im selben Jahr zog der Firmensitz von Hoyerswerda in das neu erbaute Druck- und Verlagshaus nach Elsterheide/OT Bergen, unweit der sächsischen-brandenburgischen Landesgrenze um. Von Bad Liebenwerda aus wurde der Aufbau der Ausgaben Bad Liebenwerda, Herzberg, Finsterwalde, Riesa und Großenhain organisiert. Dabei galt es, Geschäftsräume sowie geeignete Mitarbeiter für das Servicebüro, die Redaktion und den Anzeigenverkauf sowie hunderte Zeitungsboten zu finden. Die Geschäftsstellen im Elbe-Elster-Kreis änderten öfters ihren Standort. Die Zeitung erhielt mehrmals, immer dem aktuellen Trend angepasst, durch Layout-Veränderungen ein neues Gesicht.

Geblieben ist, dass wir auch nach 30 Jahren und darüber hinaus stets Ihr lokaler Begleiter sein wollen. Das funktioniert aber nur mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, und unseren Werbepartnern.Und so freuen wir uns ganz besonders, dass uns auch in dieser schweren Zeit der Corona-Pandemie ganz viele Anzeigenkunden die Treue halten. Lokalkunden, die selbst um ihre Existenz kämpfen, haben die Herausgabe auch dieser Ausgabe mit möglich gemacht. Nur so wird es in den nächsten Wochen und Monaten weiter zu schaffen sein, die Menschen mit lokalen Informationen zu versorgen!Wir wollen Ihnen auch in Zukunft ein verlässlicher Partner sein. Viel Spaß beim Lesen!

Ihr Team dieser WochenKurier-Jubiläumsausgabe!

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Kommentar von Liane Zacharias
Ich war vor 30 Jahren als Anzeigenberater dabei, als der Kamenzer Wochenspiegel an den Start ging. Eine Handvoll Mitarbeiter kümmerte sich in einem kleinem Büro im Hinterhaus am Kamenzer Markt um das Erscheinen der wöchentlichen Ausgabe. Mittwochs nach Anzeigenschluss fuhr ich dann nach Hoyerswerda, um dort die gewerblichen Anzeigen auf den Weg zu bringen. Es war eine aufregende Zeit, und der Wochenspiegel wurde von den Lesern und Kunden dankbar angenommen. Sowas gab es bis dahin noch nicht im Osten Deutschlands.