cpö/asl

Nicht nur schreiben, auch tun

Die Aufgabe einer Zeitung ist Berichterstattung. Über eine Sache schreiben kann viele Hebel in Bewegung setzen. Um so besser, wenn ein (unser) Verlag sich dann auch noch direkt engagiert.
Bilder
Spendenübergabe 2015 an den Sonnenstrahl e.V., Verlagsbereichsleiter Peter Hatzirakleos (li.) überbrachte damals Sportbälle Foto: Archiv/Eberlein

Spendenübergabe 2015 an den Sonnenstrahl e.V., Verlagsbereichsleiter Peter Hatzirakleos (li.) überbrachte damals Sportbälle Foto: Archiv/Eberlein

Vor fünf Jahren feierte der WochenKurier 25-jähriges Bestehen. Damals beschloss die Verlagsleitung, keine Feier auszurichten, sondern Ideen zu entwickeln und Geld in die Hand zu nehmen, um den Sonnenstrahl e.V. – Förderverein für krebskranke Kinder und Jugendliche – zu unterstützen. Wir nannten die Aktion »WochenKurier hilft«, eröffneten ein Spendenkonto und starteten in den verschiedenen Mitarbeiterteams allerlei Aktivitäten (u.a. Kuchenbasare, Stollenverkauf, Glücksrad, Fußballturnier, Trödelmarkt), um Bares in eine Kasse zu spülen, mit der wir den Sonnenstrahl e.V. bei der Ausstattung zweier neuer Elternwohnungen unterstützen wollten. Denn 2015 war das Dachgeschoss der Villa auf der Goetheallee, Sitz des Vereins, frei geworden und konnte ausgebaut werden. Das kostete den gemeinnützigen Verein einiges und wir wollten helfen. Weil wir 2015 fast wöchentlich über den Verein schrieben und Schicksale betroffener Kinder schilderten, wurden wir zu einer Art Netzwerker. Viele Firmen aus Dresden, aber auch Meißen, Riesa, Pirna, Görlitz und Bautzen starteten Aktionen (u.a. Sponsorenlauf, Würfelaktion im C&A Görlitz), deren Erlöse auf das Konto des Sonnenstrahl e.V gingen. Viele andere brachten sich mit Sachspenden ein. Am Ende stand die stolze Summe von 24.137 Euro, die wir auf 26.000 aufrundeten!

Lacrima-Trauerzentrum

Inzwischen haben wir ein neues Projekt, das wir aktiv unterstützen: Das Dresdner Lacrima Trauerzentrum der Johanniter Unfall Hilfe e.V. auf der Stephensonstraße 12-14, eröffnet im Oktober 2018. Es ist das 14. dieser Art bundesweit und das erste in Sachsen. »Lacrima« kommt aus dem Lateinischen und heißt «Träne«. Das Trauerzentrum ist gedacht für Kinder und Jugendliche, die durch Verlust (Tod, Trennung) trauern und denen bei der Trauerbewältigung geholfen werden soll. Dabei handelt es sich nicht um eine Therapieform, sondern um fundierte nachhaltige Begleitung, Betreuung und Unterstützung, die im besten Fall den Weg zum Kinder- und Jugendpsychologen erspart oder lange Wartezeiten bis zum ersten Termin beim Facharzt überbrücken hilft. Derzeit werden 19 Kinder und Jugendliche in drei Gruppen betreut. Für sie richteten die Johanniter auch mit Hilfe des WochenKurier in den vergangenen Monaten einen Wut- und Toberaum ein, mit Boxsack und Slackline, Sprossenwand und passenden Spiel- und Sportgeräten. Jetzt soll noch eine kleine Bibliothek mit Fachliteratur zum Thema Trauer aufgebaut werden.