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Einzug in die eigenen vier Wände

How to?. Mit dem Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums steht meist auch ein Umzug an. Wie du deinen Umzug in deine erste eigene Wohnung meisterst verraten wir dir hier.

1. Gesucht & Gefunden – die richtige Wohnung

Der Wohnungsmarkt ist Grenzenlos. Da ist es gar nicht so leicht, die passende Wohnung zu finden. Daher solltest du dir schon vor der Suche überlegen, was für Ansprüche du an deine Wohnung hast:

  • möchtest du allein wohnen oder mit jemandem zusammen (danach richtet sich natürlich auch die Größe und der Preis)
  • brauchst du einen Balkon oder einen Garten
  • möchtest du ein Haustier halten
  • wie viel Geld kannst du für Miete und Nebenkosten ausgeben
  • die optimale Lage deiner neuen Wohnung (Verkehrsanbindung, Supermärkte, in der Nähe der Uni/ deines Ausbildungsbetriebes)

2. Der Schein kann trügen - Wohnungsbesichtigung

Um rauszufinden, ob die ausgesuchte Wohnung auch wirklich so aussieht, wie beschrieben, lohnt sich eine Wohnungsbesichtigung. Hier kannst du dich vor Ort von der Lage und den Wohngegebenheiten überzeugen. Sind die Räume groß genug, stört dich der Verkehrslärm oder ist die Wohnung doch zu abgelegen? Die Wohnungsbesichtigung ist auch der optimale Zeitpunkt, um alle noch offenen Fragen loszuwerden. Auch kannst du einen ersten Eindruck vom Vermieter und deinen neuen Nachbarn bekommen. Am wichtigsten ist jedoch der Zustand der Wohnung. Gibt es Kratzer an Türen oder im Boden oder zieht es durch die Fenster. Diese Mängel gilt es sofort zu beanstanden. So kannst du beim Auszug nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden, die schon vor deinem Einzug bestanden. Die meisten Vermieter wollen schon bei der Wohnungsbesichtigung etwas über die finanziellen Verhältnisse ihrer potentiellen Mieter erfahren. Möglichkeiten dafür sind eine Bonitätsauskunft (diese kannst du über die Schufa bekommen) oder die Bürgschaft deiner Eltern.


3. Jetzt wird es ernst - Mietvertrag & Wohnungsübergabe

Gefällt dir die Wohnung und der Vermieter hat sein „Okay“ gegeben, gilt es den Mietvertrag zu unterschreiben. Wenn du noch keine 18 Jahre alt bist, übernehmen diese Aufgabe meist deine Eltern. Es empfiehlt sich, den Mietvertrag genau zu lesen, um beim Auszug nicht vor bösen Überraschungen zu stehen. Die wichtigsten Informationen, die ein Mietvertrag enthalten sollte:

  • Höhe der Kaution (darf drei Monatskaltmieten nicht übersteigen)
  • Kündigungsfristen
  • Mietpreis-Staffelungen
  • Welche Nebenkosten sind in welcher Höhe vom Mieter zu zahlen
  • Zustand der Wohnung beim Auszug

Sind alle Verträge unterschrieben, erhältst du die Schlüssel für dein eigenes Reich. Das passiert meist bei der Wohnungsübergabe. Art und Menge der Schlüssel, kleine Mängel an der Wohnung und Zählerstände sollten in einem Wohnungsübergabeprotokoll vom Vermieter festgehalten werden

4. Bye-Bye Kinderzimmermöbel – Die Erstausstattung

Der Umzug in die erste eigene Wohnung ist die perfekte Gelegenheit, sich von seinen Kinderzimmermöbeln zu verabschieden. Hier kannst du deinem eigenen Geschmack freien Lauf lassen, was Möbel und Wandfarben angeht. Aber Achtung! Wenn du Möbel neu kaufst, musst du darauf achten, dass manche Möbelhäuser nicht alles auf Lager haben und du ein paar Wochen auf deine neuen Schätze warten musst. Wenn du in eine WG ziehst, gilt es abzuklären, welche Möbel schon vorhanden sind und was du noch benötigst. Doch auch hier musst du Prioritäten setzten. Für die meisten Azubis und Studenten ist es schwer, die Kaution, neue Möbel und die erste Miete auf einmal zu bezahlen. Also überleg dir am besten vorher, auf welche Möbelstücke oder Deko-Elemente du in den ersten Monaten verzichten kannst und welche du unbedingt brauchst.

5. Packen wir es an – Der Umzug

Jetzt wird es ernst. Dein Umzug steht an. Zwei Dinge sind dabei besonders wichtig. Hilfe und Kartons, eine Menge Kartons. Am einfachsten machst du es dir, wenn du deine Kisten nach Zimmern oder Inhalt beschriftest. Das macht es dir leicht, beim Auspacken nicht den Überblick zu verlieren. Damit dein Umzug leicht von der Hand geht, ist es ratsam, dir Unterstützung von Freunden und deiner Familie zu holen. Und für das Schleppen deines Kleiderschranks in den fünften Stock ohne Fahrstuhl kannst du dich ganz klassisch mit einer Grillparty oder einem Döner bei deinen Umzugshelfern bedanken.

6. Neue Wohnung, neues Amt – Der Papierkram

Wenn die ersten Kartons in der neuen Wohnung sind und der Umzugsstress langsam abklingt, geht es an den fälligen Papierkram. Innerhalb der ersten zwei Wochen musst du dich bei deinem neuen Einwohnermeldeamt anmelden. Dafür brauchst du deinen Personalausweis und in manchen Städten eine Bescheinigung deines Vermieters. Außerdem empfiehlt es sich, eine Haushalts- und Haftpflichtversicherung abzuschließen. Diese sind zwar nicht Pflicht, im Schadensfall kannst du damit aber deutlich Geld sparen.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  

7. Finanzen

Für Azubis und Studenten ist die erste eigene Wohnung eine finanzielle Herausforderung. Doch auch hier kannst du dir Unterstützung holen:

  • BaföG (Studierende & Auszubildende)
  • Berufsausbildungsbeihilfe (Erstausbildung & duales Studium)
  • Wohngeld

Wann euch diese Unterstützungen zustehen und wie ihr sie beantragt, könnt ihr in unserer Rubrik „Dein gutes Recht“ nachlesen.

Ansonsten lohnt es sich schon vor Beginn der Suche einmal durchzurechnen, wie viel du für Miete und Nebenkosten ausgeben kannst, ohne auf dein Lieblingsessen oder ein paar neue Klamotten verzichten zu müssen.

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How to?. Als Student bieten sich dir jeden Menge Möglichkeiten dich in deiner neuen oder alten Wahlheimat häuslich einzurichten. Neben einer eigenen Wohnung einer WG oder einem Leben als Untermieter ist das Studentenwohnheim meist eine günstige Alternative. Geringe Mietkosten und im Mietpreis enthaltene Nebenkosten machen diese Zimmer für Studenten auch besonders attraktiv. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zur Uni. Die meisten Studentenwohnheime befinden sich direkt auf dem Campus oder zumindest in unmittelbarer Nähe. In den meisten Fällen sind Wohnheimzimmer auch schon möbliert, sodass du dir teure Anschaffungen wie Kleiderschrank oder Bett sparen kannst. Doch aufgrund all dieser Vorteile sind diese Zimmer meist sehr begehrt und dadurch auch schnell belegt. Daher ist es wichtig sich rechtzeitig zu informieren, wo du dich für so ein Zimmer anmelden kannst und vor allem wann. Der richtige Bewerbungszeitraum Durch die günstigen Konditionen sind die Zimmer im Studentenwohnheim heiß begehrt. Daher ist es sinnvoll sich mit der Bewerbung auf den Studienplatz auch schon auf sein Wohnheimzimmer zu bewerben. Als Studienanfänger geht das in den meisten Fällen auch ohne den Zulassungsbescheid der Hochschule. Schriftlich oder online kann man sich unverbindlich für ein Zimmer anmelden. Die Wartezeiten nach der Anmeldung sind von Wohnheim zu Wohnheim unterschiedlich und sollten beim Anmelden mit erfragt werden. Doch auch der Typ deines Studentenzimmers hat Einfluss auf deine Wartezeiten. So kommst du zum Beispiel eher an ein Zimmer mit Gemeinschaftsküche und –Bad als an ein Einzelapartment.   Der richtige Ansprechpartner Die erste Anlaufstelle, auf der Suche nach einem Zimmer im Studentenwohnheim, ist meist das örtliche Studentenwerk. Von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dort bekommst du innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Informationen. Zum Beispiel, wie du dich für ein Zimmer anmelden und was du für Voraussetzungen erfüllen musst. Diese variieren jedoch von Universität zu Universität. Neben dem Studentenwerk gibt es allerdings noch Wohnheime, die von freien oder kirchlichen Trägern geführt werden. Diese haben meist andere Bewerbungsvoraussetzungen und Anmeldefristen für ihre Zimmer.  Sinnvoll ist es daher sich eine Liste mit allen in Frage kommenden Wohnheimen und deren Anforderungen und Bewerbungsfristen zu machen. So verlierst du im Dschungel der Wohnheimangebote nicht den Überblock. Voraussetzungen Die Vergabe der Studentenzimmer erfolgt auch bei allen Trägern unterschiedlich. Das Los, die Reihenfolge der Anmeldungen oder die individuelle Situation der Studenten entscheiden hier. Wichtigste Voraussetzung für ein Zimmer im Studentenwohnheim ist natürlich deine Zulassung an der Universität. Als nicht Student steht dir auch kein Zimmer im Studentenwohnheim zu. Manche Wohnheime verlangen zusätzlich noch eine Bestätigung über die Einzahlung des Semesterbeitrags. Als Student bieten sich dir jeden Menge Möglichkeiten dich in deiner neuen oder alten Wahlheimat häuslich einzurichten. Neben einer eigenen Wohnung einer WG oder einem Leben als Untermieter ist das Studentenwohnheim meist eine günstige Alternative.…

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