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Restprogramm unrealistische Hoffnung

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Thomas Schmidt

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Foto: Privat

Bis vor kurzem haben die Restprogramme der Zweitligisten in der Abstiegszone noch Mut gemacht. Dynamo hatte die »Big Five« schon weg, Sandhausen musste noch gegen alle Aufstiegs-Anwärter ran. Doch während sich die Schwarz-Gelben auch gegen ihresgleichen schwer taten und weiterhin sieglos blieben, punktete das Team von Ex-Dynamo Pascal Testroet gegen Bremen und St. Pauli und gewann nun sogar 4:2 in Nürnberg. Vier Ecken, vier Tore - ebenfalls eine Bilanz, von der die Dresdner derzeit nur träumen können.

 

Wen kann Dynamo an den verbleibenden drei Spieltagen noch überholen? Jeweils acht Punkte Rückstand sind es auf Sandhausen und Düsseldorf - rechnerisch machbar, praktisch unrealistisch und uneinholbar. Die einzige Mini-Hoffnung auf den Nicht-Relegationsplatz ruht nun auf einem neuen Restprogramm-Vergleich: Hannover empfängt noch Karlsruhe und Ingolstadt und muss dazwischen zum HSV. Dresden spielt gegen Regensburg, in Karlsruhe und gegen Aue. Vorausgesetzt, die Schwarz-Gelben holen volle neun Punkte, stellt sich die Frage: Wie sollen die Niedersachsen allein in den beiden Heimspielen nicht mehr als drei Zähler einfahren. Sowohl das als auch der dreifache Dynamo-Dreier sind unwahrscheinlich.

 

Also: Relegation, wir kommen! Auch für diese K.o.-Spiele wären drei Dresdner Siege im Restprogramm wichtig in Sachen Selbstvertrauen, vor dem die potenziellen Gegner Braunschweig und Kaiserslautern nach dieser Drittliga-Saison nur so strotzen. Da tut es richtig gut, wenn es mal so ein Ergebnis wie am Wochenende von den »Roten Teufeln« gibt - 1:2 in Wiesbaden. Unschlagbar sind die also genau wie Braunschweig nicht.

 

Im aktuellen Podcast »Schmidtis Overtime«:
2:2 nach 0:2 - Dynamos schwören auf ihre Moral
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