Zimmis Einwurf – Märchenerzähler mit Hochkonjunktur

Dresden. Drei Chinesen mit dem Kontrabass. Ein Kinderlied. Müssten wir alle noch kennen. Darf es noch gesungen werden? Der politischen Korrektheit wegen. Spätestens seit Sonntag ist es in Dortmund nicht mehr erwünscht. Weil doch Aubameyang, dieser exotische Kicker, ins Schlaraffenland, ins Reich der Mitte will. Dort, wo die Kohle inzwischen auf den Bäumen hängt. Er will unbedingt dort hin. Koste es, was es wolle. Gesichtsverlust, was ist das denn? Vorbildwirkung. Nie gehört. Steht irgendwo im Duden. Was weißt du denn über das Fußballgeschäft? Wird nur von ehrenwerten Leuten betrieben. Gibt doch am Wochenende dieser bin Hammam zu, die berühmten 6,7 Millionen Euro aus Deutschland auf sein Konto überwiesen bekommen zu haben. In Katar. Na und? Regt das wirklich noch jemanden auf? Alles seit Jahren bekannt. Nur der ehrenwerte DFB bestellte eine höchst anständige Agentur, die für weit über eine Million Gage nichts heraus bekam. Immer mehr nachdenkende Menschen möchten auch mitspielen. Sitzen unterm Tisch und warten auf ein paar Krumen, die abfallen könnten. Aber Hans im Glück muss man erstmal begreifen. Frei sein, das ist doch alles. Sagte sich auch Marvin Stefaniak, ging mit seinem Goldklumpen ins wunderschöne Wolfsburg. Und nun wechselt er gerade seinen Vorzeigediesel gegen einen dicken Printengutschein in Nürnberg. Märchen müssen nicht unbedingt wahr werden. Ihr Gert ZimmermannDrei Chinesen mit dem Kontrabass. Ein Kinderlied. Müssten wir alle noch kennen. Darf es noch gesungen werden? Der politischen Korrektheit wegen. Spätestens seit Sonntag ist es in Dortmund nicht mehr erwünscht. Weil doch Aubameyang, dieser exotische…

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Eggerts Ostwind – Geld ausgeben?

Sachsen. Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer eilte zu den Koalitions-Gesprächen mit der SPD, sah sich Mikrofonen ausgesetzt und sagte, was er wohl gerade über die bevorstehenden Verhandlungen gedacht hatte: »Ich finde, Politik besteht nicht darin, möglichst viel Steuergeld auszugeben, sondern Freiräume für zukünftige Generationen zu schaffen«. Auch wenn das nach Sprechblase klingt: Recht hat Kretschmer. Das Bild vom Politiker, der »in Berlin« oder »in Dresden« vorzugsweise für seinen Wahlkreis Steuergelder »besorgt«, um zu zeigen, dass es richtig war, ihn zu wählen, hat ja viele Vorbilder. Und Kretschmer arbeitete als Bundestagsabgeordneter in diesem Sinne durchaus vorbildlich. Nun aber steht er in der Verantwortung, das Geld des Staates zusammenzuhalten. Was gerade in Sachsen schwer genug wird. Denn dort ist Geld lange nicht nur zusammengehalten, sondern auch dann nicht ausgegeben worden, wenn es hätte in Teilen ausgegeben werden müssen. Zum Beispiel für Schulen und neue Lehrer. Was auch heißt: Die Politik muss jetzt Geld locker machen, und zwar in diesem Fall mit Säumnis-Zins und -Zinseszins. Andernfalls enden die von Kretschmer beschworenen Freiräume für künftige Generationen wirklich als Sprechblase. Ihr Hans Eggert Sachsens neuer Ministerpräsident Michael Kretschmer eilte zu den Koalitions-Gesprächen mit der SPD, sah sich Mikrofonen ausgesetzt und sagte, was er wohl gerade über die bevorstehenden Verhandlungen gedacht hatte: »Ich finde, Politik besteht nicht…

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