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Elfte Auflage des schwarz-gelben Duells

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt
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Thomas Schmidt

Thomas Schmidt

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Knapp 31 Jahre nach dem ersten schwarz-gelben Duell, dem weitere neun folgen sollten, gibt es am 9. Juli eine Neuauflage der Partie Dynamo Dresden gegen Borussia Dortmund. Erstmals ist es ein Freundschaftsspiel, doch es ist kaum weniger wichtig als die Partien davor. Immerhin beginnt für die Dresdner Schwarz-Gelben schon zwei Wochen danach die Drittliga-Saison, nach der bestenfalls der Wieder-Aufstieg ins deutsche Fußball-Unterhaus steht. Da muss also schon viel stimmen in Sachen Abläufe, Laufwege und Wissen von Stärken und Schwächen der Mitspieler.

Besagte Premiere im August 1991 fand im deutschen Fußball-Oberhaus statt. In Dynamos erster Bundesliga-Saison wurde anfangs viel Lehrgeld gezahlt, so auch in Dortmund – 0:4. Im Rückspiel gab‘s immerhin ein 0:0. In den Spielzeiten danach gewannen die Dresdner zu Hause jeweils 3:0. Uwe Jähnig, Alexander Zickler, Olaf Marschall, Henry Fuchs – die Liste der Torschützen liest sich gut. Nostalgie kann schon Spaß machen.

Weniger lustig sind die Erinnerungen an die Partien im DFB-Pokal. 2011 hieß es 0:2 im Signal-Iduna-Park durch Tore von Lewandowski und Götze, aber bitterer war das Drumherum mit Dynamo-Ausschreitungen nach Provokationen durch Ordner und Polizei sowie ein totales Organisations-Chaos mit der Folge des Ausschlusses der SGD aus dem DFB-Pokal. 2015 durften die Dynamos dort wieder mitspielen und verloren 0:2 gegen den BVB – das bisher letzte schwarz-gelbe Duell.

Nun also das Freundschaftsspiel. Aus den DFB-Pokal-Duellen ist nur noch ein einziger dabei: Dortmunds Stürmer Marco Reuss. Die Dresdner haben seitdem schon x-mal ihren Kader komplett ausgetauscht. Was der aktuelle drauf hat, wird man erstmals am 9. Juli sehen.


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