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Hoffnung auf einen »Goldenen Oktober«

Sachsen. Die WochenKurier-Kolumne von Thomas Schmidt

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Um es mal in der Sprache der Obstbauern zu sagen: Bei den Dresdner Profi-Sportlern sind nicht alle Blütenträume wahr geworden, der Sommer war vielerorts durchwachsen. Doch die Ernte wird ja bekanntlich im Herbst eingefahren.

Ob Fußball, Handball oder Eishockey – abgerechnet wird im Mai. Dennoch würde allen ein »Goldener Oktober« guttun, um nicht vom Weg abzukommen. Denn an dessen Ende steht sowohl bei Dynamo als auch bei den Elbflorenz-Handballern und den Eislöwen das Ziel Aufstieg. Nach einem klassischen Fehlstart mit einem Null-Punkte-Wochenende drehten die Eishockey-Cracks nun endlich auf. Zu Hause hatten sie noch Pech im Penalty-Schießen, ein Pünktchen blieb trotzdem in Dresden. Dann folgte auswärts der erste Saisonsieg. Ähnlich sieht es beim HC Elbflorenz aus. 4:4 Punkte lautet die Bilanz nach vier Spielen. Zu Hause hui, auswärts pfui. Am Freitag kommt Eisenach zum Ostderby. Um 19.30 Uhr geht es los in der BallsportArena. Exakt zur gleichen Zeit erfolgt ein paar Meter nebenan das erste Bully bei den Eislöwen. In den Parallel-Duellen geht es also nicht nur um Punkte, sondern auch um die Gunst der Fans und die Frage: Wer kommt beim nächsten Mal wieder?

Ein Zuschauer-Problem haben in dieser Saison auch die Schwarz-Gelben. Dabei geht es weniger um Randale und Ausschreitungen, sondern um die Anzahl. Etwas mehr als 20.000 Fans kamen im Schnitt zu den bisherigen Heimspielen. Kalkuliert hat Dynamo mit 28.000 und musste diese Erwartung – und damit auch den Saison-Finanzplan – nach unten korrigieren. In Bayreuth gilt am Sonnabend deshalb ebenfalls: Mit einem Sieg in der Tabelle oben dabeibleiben, aber vor allem Lust auf das nächste Heimspiel machen. Insgesamt stehen im nächsten Monat fünf Drittliga-Partien auf dem Programm – wird es ein schwarz-gelber »Goldener Oktober«?


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