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Seit 30 Jahren am Markt

Nossen. 30 Jahre ist es mittlerweile her, dass die Ingenieure Volkmar Hegewald und Volker Peschke in Nossen ein Unternehmen für Mess- und Prüftechnik gründeten.

Heute arbeiten 70 Mitarbeiter in dem Betrieb, der seine Angebotspalette immer weiter ausbauen konnte. Was als Zwei-Mann-Firma mit dem Handel von Werkstoffprüfgeräten begann, hat sich im Lauf der 30 Jahre zu einem erfolgreichen mittelständischen Unternehmen für die Entwicklung und Fertigung von Prüfmaschinen etabliert. Diese kommen in Prüflaboren der ganzen Welt zum Einsatz und werden genau nach Kundenwunsch und Anforderung in anspruchsvoller Handarbeit hergestellt. Maschinen für die Werkstoff- und Bauteilprüfung nehmen den Hauptteil der Arbeit ein. Dabei werden in Versuchen die Festigkeiten von Werkstoffen und Bauteilen ermittelt.

Zu den weiteren Produkten, die das Unternehmen baut und vertreibt, gehören Härteprüfer, Möbelprüfstände zur Prüfung von Stühlen, Tischen, Betten und Matratzen, Längenmessvorrichtungen, Bauteilprüfanlagen und vor allem kundenspezifische Lösungen. Hierzu zählen z.B. auf Industrierobotern basierende vollautomatisierte Materialprüfzentren. Das Unternehmen hat einen engen Bezug zur Region, ist im Vertrieb bundesweit aktiv und auch international tätig. So wird Hegewald & Peschke weltweit von verschiedenen Auslandsvertretungen unterstützt. Etwa ein Drittel der Produkte wird exportiert. Die weltweit mehr als 6.000 Kunden stammen aus den unterschiedlichsten Branchen: Elektronikindustrie, Medizintechnik, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Lebensmittelindustrie, Metall-, Stahl- bis hin zur Möbelindustrie. Diese breite Arbeitsmöglichkeit hat die Nossener bisher auch ganz gut durch die Coronakrise gebracht.

Forschungsergebnisse aus Nossen

Aber auch die enge Verbindung zur Forschung sichert dem mittelständischen Unternehmen nicht nur innovative Weiterentwicklung sondern auch den Kontakt zu qualifizierten Arbeitskräften. »Unsere Kooperationen mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Konstruktion und Softwareentwicklung sind wichtige Impulsgeber für unsere Entwicklungsarbeit. Alleine im vergangenen Jahr konnten drei neue Universalprüfmaschinenserien im Prüfbereich bis 30 kN vorgestellt werden. Zudem wurde im Rahmen eines Förderprojekts mit der TU Chemnitz an der Entwicklung eines Rotationsschlagwerks geforscht«, erklärt Firmenchef Jan Hegewald. Diese Prüfmaschine beispielsweise testet hochmoderne Faserverbundwerkstoffe und technische Textilien - Materialien der Zukunft, wie schusssichere Kleidung und extrem strapazierfähige Planen.

Bei einem der jüngsten Projekte geht es um die Druckprüfung an Batteriezellen, die später im Bereich Elektromobilität eingesetzt werden. Bei einem anderen Projekt war eine Prüfmaschine für die Drahtprüfung an Supraleitern bei Temperaturen von bis zu -196°C gefragt. Diese Supraleiter werden am Schweizer CERN für die Simulierung des Urknalls eingesetzt. Hegewald & Peschke bildet auch Mechatroniker aus, mit dem Ziel diese zu übernehmen und langfristig ans Unternehmen zu binden. »Wir möchten für unseren eigenen Bedarf ausbilden, damit haben wir in der Vergangenheit sehr gute Erfahrungen gemacht«, bestätigt der Chef.

Wie geht es erfolgreich weiter?

Eigentümergeführte Betriebe stehen irgendwann vor der Nachfolgeregelung der Geschäftsführung. Bei Hegewald & Peschke wurde die Firmennachfolge 2017 geregelt, als Volkmar Hegewalds Sohn Jan Hegewald als weiterer Geschäftsführer eingesetzt wurde. Auf diese Weise fand ein kontinuierlicher Übergang statt und die Firma konnte in Familienhand bleiben. Jan Hegewald hat an der TU Dresden Physikalische Chemie studiert und am Leibniz-Institut für Polymerforschung promoviert. 2010 trat er in das Unternehmen Hegewald und Peschke ein und übernahm die Auslandsaktivitäten der Firma, einschließlich der Schulung der Auslandsvertretungen. Auch Hegewald & Peschke hat die Auswirkungen der Corona-Pandemie – wie die meisten Unternehmen – zu spüren bekommen.

Messen, Tagungen und Veranstaltungen, allesamt gute Gelegenheiten, um mit Kunden, Anwendern in persönlichen Kontakt zu kommen, wurden abgesagt. Live-Vorführungen der Maschinen im hauseigenen Applikationslabor wurden durch Videovorführungen ersetzt. Auch die für diesen Sommer geplante Firmenfeier – als Dankeschön an die Mitarbeiter für die geleistete Arbeit gedacht –, musste coronabedingt auf das kommende Jahr verschoben werden. Während andernorts bereits Stellen abgebaut wurden, ist das Nossener Unternehmen weiter auf der Suche nach neuen Mitarbeitern, insbesondere im Bereich Service und Softwareentwicklung. Aktuell gibt es offene Stellen für Mechatroniker und Automatisierungstechniker.

 

Alles weitere …

Web: www.hegewald-peschke.de

Youtube: https://www.youtube.com/user/HegewaldPeschke

LinkedIn: https://de.linkedin.com/company/hegewald&-peschke

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