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Künstler auf Materialsuche

Riesa. Einen ganz praktischen Termin hatten kürzlich Künstler beim Stahlhersteller Feralpi. Sie suchten metallische Inspirationen für ein Bildhauersymposiom anlässlich des Festjahres 900 Jahre Riesa.

In Riesa leben viele kreative Menschen, zum Jubiläum laden sie sich auch Kunstschaffende aus anderen Gegenden dieses Kontinents ein.

Vom 16. September bis 12. Oktober treffen sich fünf Künstler zu einem Bildhauersymposium, um das Festjahr »900 Jahre Riesa« auch künstlerisch zu würdigen und zugleich die Charakteristika der Stadt zu betonen. Deshalb trägt das Symposium den Arbeitstitel »Metall und Riesa – wo sich Stahlindustrie und Metallbildhauerei treffen«. Künstler aus Leipzig, London und Riesa werden verschiedene Wege suchen, sich zum Metall zu positionieren.

Ministerpräsident Michael Kretschmer hat die Schirmherrschaft übernommen. Der Unterstützung heimischer Unternehmen können sich die Künstler sicher sein. RIME Metallbau stellt einen Teil der RIME-FREYLER-Werkhalle als Arbeitsort zur Verfügung. Erste Inspirationen holten sich die Beteiligten vor einigen Tagen sozusagen direkt an der Quelle – in den Elbe Stahlwerken Feralpi.

Werksdirektor Frank Jürgen Schaefer gab ihnen, soweit es Produktion und die Sicherheit erlaubten, bestmögliche Chancen zur Motivsuche. »Das ist mal eine unkonventionelle Führung«, begrüßte er die Leipziger Künstler Christian Schmit, Johannes Schütz und Sebastian Pless, Matthias Seifert aus Riesa, am bekanntesten ist wohl Jim Whiting. Der in Paris geborene Brite lebte lange in der Schweiz, arbeitete mit Herbie Hancock und André Heller zusammen. Den Blick ins Stahlwerk ließen sich auch Künstler nicht entgehen, die nicht »in Metall« machen, aber bei der Sommerakademie und dem Kunstmarkt in Gostewitz zugange sind – wie Jan Giehrisch, einer der Initiatoren der Aktion, Heinz Lindner, Markus Retzlaff, André Uhlig sowie Karola Richter vom Kulturförderverein.

Riesaer können dabei sein

Die Öffentlichkeit soll beim Symposium nicht draußen bleiben, sondern die Entstehung der Kunstwerke verfolgen können, sowohl während des Arbeitsprozesses als auch in einer Veranstaltung zum Abschluss. An Details wird noch – ganz metalltypisch – gefeilt.

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