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Erster "Ausbildungsverbund Pflege" gegründet

Dresden. Ende Juni hat sich unter Regie der WBS Schulen Dresden der erste »Ausbildungsverbund Pflege« für Dresden und Umgebung gegründet. 19 Partner sind dabei.

Dass es den neu gegründeten Dresdner »Ausbildungsverbund Pflege« gibt, hat viel mit deutscher Gründlichkeit und dem Hang zur Spezialisierung zu tun.

Warum? Weil sich bei uns künftige Pflegekräfte bisher entscheiden mussten, ob sie Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger werden wollen. Dementsprechend wurde in diesen drei Berufsbildern ausgebildet. Was aber nicht EU-konform ist, weil es in den anderen Ländern keine derart ausdifferenzierten Pflegeberufe wie in Deutschland, sondern nur einen einzigen Berufsabschluss: Pflegefachfrau oder Pflegefachmann gibt.

Folglich musste die Bundesregierung 2017 eine Reform der Pflegeberufe beschließen, die nun zum 1. Januar 2020 greift. Dann gibt es bundesweit die neue, generalistische Pflegeausbildung, was bedeutet, dass fachliche Schwerpunkte aus allen drei bisherigen Pflegebereichen zusammenfließen.

Was ist der Vorteil der Reform?

Nach Abschluss ihrer Ausbildung stehen künftigen Pflegekräften alle Einsatzbereiche offen. Die neue Ausbildung ist zudem dann kostenfrei, dauert drei Jahre und die Azubis erhalten eine angemessene Ausbildungsvergütung. Außerdem: Die Arbeitnehmermobilität innerhalb der EU verbessert sich und die deutschen Absolventen haben einen Rechtsanspruch darauf, ihren Abschluss automatisch EU-weit anerkannt zu bekommen.

Wozu braucht es den Ausbildungsverbund?

»Innerhalb des neuen Verbundes koordinieren wir zukünftig zentral den Ablauf der Praxiseinsätze, beispielsweise in Krankenhäusern, stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen oder Fach- und Reha-Kliniken, mit dem Ziel, unseren Auszubildenden eine optimale Verzahnung von Theorie und Praxis zu bieten und unsere Verbundpartner diesbezüglich zu entlasten«, erklärt Susanne Kniola, stellvertretende Schulleiterin in Dresden. »Das Novum an diesem Verbund ist, dass alle Beteiligten auf Augenhöhe miteinander arbeiten sowie gleichberechtigt die Möglichkeit erhalten, die Ausbildung aktiv mitzugestalten und so die Ausbildungsqualität weiter zu steigern. Für unseren Verbund konnten wir wichtige Partner gewinnen, wie K&S – Dr. Krantz Sozialbau und Betreuung SE&Co.KG, verschiedene DRK Seniorenzentren, mehrere AWO Pflegeheime sowie ambulante Pflegedienste – insgesamt 19 Unternehmen«, freut sich Susanne Kniola.

Hinweise zur 4. Dresdner Pflegemesse

Infos für Aussteller

* Anmeldung und Informationen für Aussteller unter: ulrikemueller@dwk-verlag.de

Infos für Besucher

* 4. Dresdner Pflegemesse »Zukunft Pflege« am 31. August und 1. September, jeweils 10 bis 17 Uhr, in der Messe Dresden

* Eintritt: 6 Euro Erwachsene, 5 Euro ermäßigt, Kinder bis 14 Jahren frei

* Informationen unter: www.pflegemesse-dresden.de

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Allgemeinverfügung im Landkreis

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das Landratsamt verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen 50 Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner überschreiten. Der Inzidenzwert liegt aktuell im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über dieser Schwelle. Aus diesem Grund erlässt der Landkreis eine neue Allgemeinverfügung. Die neue Allgemeinverfügung des Landkreises basiert in ihrem Regelungsinhalt auf der überarbeiteten Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen. Insofern war es angezeigt, zunächst das  Vorgehen des Freistaates Sachsen abzuwarten, um ein weitestgehend einheitliches Vorgehen zu gewährleisten. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht. Bitte entnehmen Sie dieser die konkreten Regelungsinhalte. Die Allgemeinverfügung beinhaltet u. a. folgende Regelungsinhalte: Tragepflicht einer Mund-Nasenbedeckung in allen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr.Pflicht zur Datenerfassung zur Kontaktnachverfolgung in bestimmten Einrichtungen.Vorgaben zur maximalen Personenanzahl bei privaten und öffentlichen Zusammenkünften, Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Für das kommende Wochenende wurde dabei eine Übergangsregelung ermöglicht.Schank- und Speisewirtschaften sind von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages zu schließen.Die Abgabe von Alkoholika und alkoholhaltigen Getränken ist im Zeitraum von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages untersagt. Dies gilt für alle Einrichtungen, insbesondere Schank- und Speisewirtschafen, Gastronomie, Einrichtungen des Einzelhandels und Tankstellen.Vorgaben zur Durchführung von Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen.Vorgaben zum Besuch von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens (u. a. Alten und Pflegeheime, Krankenhäuser) aus privaten Gründen.Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das Landratsamt verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen 50 Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner überschreiten. Der Inzidenzwert liegt aktuell im Landkreis…

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