Grit Buettner

"Stollenbäckerzug" trifft auf "Fürstenzug"

Dresden. Es ist gelebte Tradition, wenn die Bäcker/innen des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. jedes Jahr Anfang November ihre Stollensaison eröffnen und das immer mit einer neuen Inszenierung. Diesmal haben sie sich in die Reihe der Wettiner Fürsten gestellt bzw. daneben.

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"Mit unserem ‚Stollenbäckerzug am Fürstenzug’ wollen wir auf uns und unser Handwerk aufmerksam machen und den offiziellen Start in die Stollensaison 2022 feiern. Der Fürstenzug steht für Tradition und Handwerkskunst und passt daher ganz wunderbar zu uns", sagt Andreas Wippler, Vorsitzender des Schutzverbandes Dresdner Stollen e.V. Auch gefällt den Stollenbäcker/innen, dass bei der Darstellung der Wettiner Fürsten auch so einige ironische Anspielungen versteckt sind. "Die Kombination aus uns Stollenbäcker/innen, dem Stollenmädchen, den sächsischen Fürsten und der Frauenkirche im Hintergrund ist ein wunderschöner Gruß aus Dresden in die Welt und zugleich eine Einladung – zum Stollengenuss und zum Besuch der sächsischen Landeshauptstadt."

Fotoshooting mit Eventcharakter. Pünktlich 11 Uhr zog der "Stollenbäckerzug" samt Dresdner Stollenmädchen vom Georgentor in Richtung Fürstenzug, umringt von Schaulustigen und jeder Menge Pressefotografen, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten. Auf Höhe August des Starken, dem wohl berühmtesten Stollenfan, ertönte ein akustisches Signal, das die rund 20 Bäcker/innen samt ihres 28. Dresdner Stollenmädchens Salome Selnack zu Statuen "gefrieren" ließ. So wurde aus dem gerade noch lebendigen Stollenbäckerzug für einen kurzen Moment ein Kunstwerk.

Was würde August der Starke wohl sagen, wenn er den Stollenbäckerzug am Fürstenzug kommentieren könnte? "Ich gehe fest davon aus, dass er unseren Aufzug anführen würde. Schließlich war er es doch, der dem Dresdner Christstollen so starken Auftrieb gab, dass er heute mit kräftiger Unterstützung von uns Stollenbäckern viele Fans in der ganzen Welt hat", sagt Andreas Wippler.

 

 

 


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