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Gefahr auf dem Märzenbecherrundweg

Stolpen. Aktuelle Infos auf dem Märzenbecher-Blog von Stolpen

Hervorgerufen durch den bisher milden Winter, der eigentlich keiner war, fragen schon viele Naturfreunde, wie es um die Märzenbecherblüte im Polenztal bestellt ist.

Wie in jedem Jahr hat die Stadt Stolpen wieder einen Blog dazu im Internet eröffnet. Ingeborg Pientak von der Touristinfo Stolpen bremst vorerst die Euphorie. „Die Märzenbecher ‚testen‘ erst mal die Witterung, in dem sie ihre Blattspitzen aus der Erde schieben.  Noch haben wir Winter. Ich selbst bin sehr gespannt, wie üppig die Märzenbecherblüte in diesem Jahr ausfallen wird. Kein Frost, kein Schnee , trockener Boden - alles Dinge, die den Märzenbechern nicht gerade gut tun.“  Im vorigen Jahr zeigten sich Anfang März die ersten Märzenbecher, 2013 war das nach den Aufzeichnungen sogar erst am 9. April. Also sollte man geduldig sein und das auch aus noch einem anderen Grund.

Denn seit 17. Februar ist der ausgeschilderte Märzenbecherrundweg ab Heeselicht aufgrund von Sturmschäden (umgestürzte Bäume) zurzeit nicht durchgängig begehbar. „Ich rate dringend davon ab, zu versuchen, die Stelle zu umgehen. Sie liegt an einem Steilhang und die Gefahr abzurutschen und in der Polenz zu landen, ist nicht unwahrscheinlich“, warnt. Ingeborg  Pientak.

http://maerzenbechertagebuch.blogspot.de/

Das Polenztal ist eines der wenigen großen Vorkommen  von wilden Märzenbechern in Deutschland und steht unter Naturschutz. In den Geschichtsbüchern wird es 1821 erstmals erwähnt. Die weißen Blüten mit einem grüngelblichen Fleck duften angenehm nach Veilchen. Der Märzenbecher ist ein Zwiebelgeophyt und überdauert so den Winter. Damit er aber jedes Jahr wieder erblüht, sind umfangreiche Pflege- und Schutzmaßnahmen notwendig. Die Verantwortung für die Pflege von 17,333 ha hat der Landesverein Sächsischer  Heimatschutz übernommen. Die  Märzenbecherwiesen  gehören zu dem geplanten erweiterten NSG, das sich von Polenz bis zur Nationalparkgrenze erstreckt und die dort liegenden Talwiesen umfasst.

Da für die naturschutzgerechte Bewirtschaftung erhebliche Mittel nötig sind und der Verein vor allem über Fördergelder finanziert wird, die aber mit Eigenmitteln unterlegt sein müssen, sind Spenden herzlich willkommen.

  • Spendenkennwort: „17333 Naturschutz” 
  • IBAN: DE55 8505 0300 3120 0588 22
  • SWIFT: OSDDDE81XXX
  • Landesverein Sächsischer Heimatschutz bei der Ostsächsische Sparkasse Dresden

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