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Eislöwen im Playoff-Viertelfinale, Rossi bleibt

Eislöwen bezwingen Bad Nauheim und stehen im Playoff-Viertelfinale

Die Dresdner Eislöwen haben das zweite Pre-Playoff-Spiel der „Best-of-three“-Serie gegen den EC Bad Nauheim mit 8:3 (2:1; 3:1; 3:1) gewonnen und ziehen damit in das Playoff-Viertelfinale ein. Cheftrainer Rico Rossi musste auf den Einsatz von Goalie Florian Proske und Verteidiger Steve Hanusch verzichten, die verletzungsbedingt am heutigen Abend fehlten.

Die Dresdner Eislöwen fanden zunächst nicht wirklich in das Spiel. Bad Nauheim hingegen startete druckvoll und ging bereits in der zweiten Spielminute nach einem Treffer von Zach Hamill in Führung. Nach einem Beinstellen musste der Rote Teufel Marc El-Sayed auf die Strafbank. Jordan Knackstedt nutzte die Powerplaysituation für Dresden und markierte das 1:1 (9.). Wenige Minuten später schickten die Hauptschiedsrichter den 31-Jährigen wegen übertriebener Härte in die Kühlbox. Bad Nauheim im Überzahlspiel, doch Timo Walther traf nach Zuspiel von Tom Knobloch per Shorthander für die Blau-Weißen (16.). Mit der knappen 2:1-Führung für die Dresdner ging es in die Pause.

Im zweiten Drittel kassierten die Kurstädter zunehmend Strafen. Zuerst erhielt Jack Combs wegen Hakens zwei Minuten, doch Dresden nutzte das Überzahlspiel nicht aus. Anders sah es aus, als Mike Card wegen eines Stockschlags in die Kühlbox verwiesen wurde und kurz darauf sich Marcel Kahle dazu gesellte. Es war Alexander Dotzler, der für die Sachsen erfolgreich war (28./PP2). Wieder nahm ein Spieler der Gäste eine Strafe und Dresden spielte erneut in doppelter Überzahl. Knackstedt bediente Thomas Pielmeier und der Kapitän traf zum 4:1 (29.). In der 30. Spielminute baute Petr Pohl die Führung der Hausherren weiter aus. Eine Sekunde vor der Pausensirene konnte Jack Combs den Rückstand der Rotel Teufel verkürzen.

Kurz nach Beginn des letzten Spielabschnittes mussten die Eislöwen den Treffer von Tyler Fiddler hinnehmen. Es wurde zunehmend hitziger, denn Bad Nauheim drängte darauf das Spiel noch einmal zu drehen. Wegen eines Stockschlags von Jesper Kokkila bekamen die Dresdner Eislöwen einen Penalty zugesprochen. Pohl trat an und brachte den Puck im gegnerischen Tor unter. Die Anhänger der Blau-Weißen machten ordentlich Stimmung und peitschten ihre Eislöwen nach vorn. Die Roten Teufel wirkten nun völlig von der Rolle und frustriert, nahmen im Sekundentakt Strafen. Die Eislöwen nutzten ihre Chancen eiskalt: Zunächst brachte Knackstedt den Puck im Tor von Felix Bick unter und dann war es Dotzler, der den 8:3-Sieg am heutigen Abend perfekt machte.

Christof, Kreutzer, Cheftrainer Bad Nauheim: „Ich denke, dass wir gut angefangen und ein starkes erstes Drittel gezeigt haben. Wir waren in Führung und haben dann zwei Gegentore bekommen, die vermeidbar waren. Wir hatten alle Chancen der Welt, aber am Ende des Tages haben wir zu viele Strafzeiten genommen. Dresden hat es eiskalt ausgenutzt und darin besteht auch ihre enorme Qualität. Der Sieg heute geht in Ordnung. Ich möchte mich bei allen Fans für die Unterstützung bis zum Schluss bedanken, denn so etwas ist für die Mannschaft enorm wichtig!“

Rico Rossi, Eislöwen-Cheftrainer: „Der Knackpunkt am heutigen Abend waren die Tore in Überzahl. Unsere Special Teams waren sehr gut. Wir haben immer einen Weg gefunden in den richtigen Momenten die Tore zu schießen. Die Mannschaft hat wieder einmal gezeigt, was für ein Potenzial in ihr steckt. Ich freue mich für die Jungs, den Club und die Fans. Wir werden den heutigen Sieg genießen und uns ab morgen intensiv auf Frankfurt vorbereiten.“

Mit dem Einzug ins Playoff-Viertelfinale treffen die Dresdner Eislöwen in einer „Best-of-seven“-Serie auf den Tabellenersten der Hauptrunde, die Löwen Frankfurt. Vier Siege werden für das Weiterkommen benötigt. Das erste Spiel der Serie bestreiten die Sachsen am Freitag, 13. März, 19.30 Uhr, bei den Löwen Frankfurt. Am Sonntag, 15. März empfangen die Blau-Weißen dann die Mainstädter 17 Uhr in der EnergieVerbund Arena.

Rico Rossi bleibt Eislöwen-Cheftrainer

Die Dresdner Eislöwen setzen weiter auf die Dienste von Cheftrainer Rico Rossi. Der 54-Jährige wird somit auch in der kommenden Spielzeit die Geschicke hinter der Bande leiten. Rossi hatte den Job bei den Blau-Weißen Ende September 2019 angetreten. Vor seinem Engagement in Dresden war der Italo-Kanadier seit der Saison 2014/2015 bei den Kassel Huskies aktiv. Zunächst als Cheftrainer, mit dem Gewinn des DEL2-Meistertitels und zuletzt als Sportlicher Leiter der Schlittenhunde. Seine Trainerlaufbahn begann bereits im Jahr 1996.

Maik Walsdorf, Geschäftsführer Dresdner Eislöwen: „Wir freuen uns, dass Rico Rossi ein weiteres Jahr in Dresden bleibt. Als wir die Trainerposition neu besetzen mussten, hat er nicht gezögert. Rico stand sofort zur Verfügung und hat ohne große Forderungen zu stellen, die Herausforderung angenommen. Er hat die Mannschaft in der Saison entwickelt sowie gestärkt und sich vollkommen mit Dresden identifiziert. Mit Marco und Rico haben wir ein starkes Team, welches die Geschicke der Mannschaft leitet.“

Marco Stichnoth, Sportlicher Berater Dresdner Eislöwen: „Die Weiterverpflichtung von Rico Rossi ist eine sehr gute Basis für die Weiterentwicklung der Dresdner Eislöwen. Seine Ehrlichkeit und Souveränität sowie seine Leidenschaft für diesen Sport zeichnen ihn aus. Wir freuen uns auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Rico Rossi: „Mir macht die Arbeit am Standort Dresden unglaublich viel Spaß. Die Dresdner Eislöwen haben ein enormes Entwicklungspotential und ich freue mich, dass ich die Arbeit weiter fortsetzen kann. Im Sommer muss nun der Grundstein für die neue Saison gelegt werden.“ (pm)

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