hg

Leserpost - Patienten 2. Klasse

Werte Redaktion,
 
schon seit längerem ist ersichtlich, daß unser Gesundheitssystem auf den Prüfstand sollte. Nicht nur die Qualität der niedergelassenen Praxen muß überprüft und verändert werden. Wie kann es beispielsweise sein, daß seit 2004 eine Dermatologische Praxis mittlerweile in den 3. Landkreis umgezogen ist und auch dort weniger am Patient als an der schnellen Ausstellung der Rezepte interessiert ist (war selbst einmal in dieser Praxis - dann nie wieder). Die Bewertungen im Internet sagen dazu alles weitere.
 
Aber auch in anderen Praxen merkt man immer wieder, daß Kassenpatienten Patienten 2. Klasse sind. Anderenseit wird zu alkoholisierten und aggressiven Patienten der Rettungsdienst bemüht (zum Teil auch immer wieder bekannte Personen aus allen Landkreisen). Diese oft als Fehlfahrten deklarierten Einsätze oder auch aus rechtlichen Gründen transportierte Personen zur nächsten Rettungsstelle belasten alle beteiligten Kräfte und auch den Steuerzahler.
 
Patienten, welche nur einen Wundverband (Pflaster) benötigen oder mit einer für den Hausarzt diagnostizierten Erkrankung (z.B. Husten-Schnupfen-Heißerkeit) eine Rettungsstelle im Krankenhaus aufsuchen oder gar den RD anfordern - da müßte es rechtlich möglich sein, solche Patienten sofort zur Kasse zu bitten. Nur so kann man wahrscheinlich viele der "Patienten" zum Hinterdenken ihres Verhaltens bewegen. Sollte sich im Nachhinein herausstellen, daß der "Notfall" doch gerechtfertigt war, könnte der finanzielle Ausgleich durch die entsprechende Krankenkasse erfolgen.
 
Doch wie sollte man mit den vielen Sozialbeziehern verfahren? Bei ungerechtfertigten Behandlungen könnte vielleicht das Sozialamt informiert werden. Aber helfen können dort als erstes auch nur rechtliche Veränderungen. Doch die schlechteste Veränderung wäre eine Anhebung der Krankenkassenbeiträge. Damit würde man nicht die Probleme, Ursachen an der Basis ändern, nur die Symptome abschwächen.
 
Sicherlich werden Sie bei Ihren Recherchen noch viele andere Mißstände finden. Vielleicht kontaktieren Sie auch die Leitstellen für Feuerwehr und Rettungsdienst und Rettungsstellen der Krankenhäuser in unserem Land. Dort lassen sich bestimmt noch mehr Informationen über Probleme und Ungereimtheiten feststellen. Dazu aber nicht die "Führungsriege" aufsuchen, sondern als erstes das Personal an der Basis.
 
Mit freundlichen Grüßen
*Name der Redaktion bekannt

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.