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Prognose für 2015: 2.500 Asylbewerber

Nach neuesten Zahlen werden wöchentlich 49 Personen im Landkreis ankommen

Ende August erhielt der Landkreis von der Landesdirektion die aktuellen Zahlen für die Zuweisung von Asylbewerbern. Danach werden wöchentlich 49 Personen eintreffen, die im Landkreis untergebracht werden müssen. „Die Prognose geht von rund 2.500 Asylbewerbern aus bis Ende des Jahres. Aber es ist eben nur eine Prognose. Keiner weiß wie die gegenwärtige Entwicklung  die Zahlen beeinflussen wird“, schränkt Kati Hille, Beigeordnete des Landrates ein. Da gegenwärtig täglich Hunderte neue Flüchtlinge  in den Erstaufnahmeeinrichtungen ankommen, ist es schwer zu sagen, wann sie auf die Landkreise verteilt werden. Indes bereitet sich der Landkreis  auf die Neuaufnahmen vor. So entstehen in der ehemaligen Grenzzollanlage Zinnwald 80 bis 110 Plätze und weitere 60 in Neurehefeld. Auch weitere Wohnungen werden in den Kommunen für die Flüchtlinge vorbereitet. „Bis Oktober können wir die Unterbringung damit absichern“, sagt Kati Hille. Die kreiseigene Gesellschaft GVS prüft zudem weitere Unterkünfte und ist im Gespräch mit Bürgermeistern. So wird es in Neustadt 70 Plätze in Wohnungen geben  und auch in Pirna sind weitere 40 Wohnungen  verfügbar. Die bisherige Praxis 80 Prozent dezentral und 20 Prozent zentral unterzubringen, wird sich nicht halten lassen. „Ich denke, wir werden bei 70:30 liegen, wobei wir weiterhin Familien, die verstärkt zugewiesen werden, in Wohnungen unterbringen“, bestätigt Kati Hille. Im Übrigen sei es auch nicht so einfach, schnell  zentrale Unterkünfte zu schaffen, da auch hier  baurechtliche und brandschutztechnische Richtlinien beachtet werden müssen. Nicht zufrieden ist der Landkreis mit  den Rückmeldungen der Kommunen für neue Asylplätze bis Ende Juni. Noch immer gibt es Kommunen wie Bahretal, Dürrröhrsdorf-Dittersbach, Kreischa, Stolpen oder Struppen, wo  bis 1. September keine neuen Plätze gemeldet wurden. Dennoch soll es keine restriktiven Maßnahmen geben. „Wir setzen weiter auf die erfolgreiche Kommunikationsschiene und die Solidarität der Kommunen untereinander“, bekräftigt Kati Hille. Angebote zur Anmietung von Wohnungen können dem Landkreis rund um die Uhr über 0151/11348894 oder asyl@landratsamt-pirna.de übermittelt werden.        (caw) Vielerorts wie in Heidenau  finden Friedensgebete für Flüchtlinge statt, entstehen neue Willkommensbündnisse. Mehr nächste Woche.   Foto: Förster


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