

Das Freitaler Schloss Burgk beherbergt einerseits die Städtischen Sammlungen, in denen wichtige Vertreter sächsischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts zu sehen sind. Andererseits dokumentiert eine nachgestaltete Untertagesituation den WISMUT-Bergbau der Jahre 1947 bis 1989. Auf den ersten Blick scheint dies nur für Erwachsene interessant zu sein. Doch den Anstrengungen der Stadt Freital ist es zu verdanken, dass sich auch zunehmend Kinder für den einstigen Wohnort der Besitzer des Burgker Steinkohlen- und Eisenhüttenwerks interessieren.
»Es gibt viel zu erkunden bei uns – von Bildern wie etwa dem roten Pferd von Ewald Schönberg über erlebbare Bergbaugeschichte bis hin zu geheimnisvollen Ecken im Park«, erläutert die Direktorin Kristin Gäbler. Aus diesem Grund lädt das Schloss Burgk am 9. Oktober von 10 bis 17 Uhr alle Kinder zu einem besonderen Tag ein: dem Museumstag. »Es gibt zahlreiche Aktionen. So können sich mutige Kinder tief unter Tage begeben und bei einer Führung im Bergwerk über die einstige Arbeit im Dunklen staunen«, so Kristin Gäbler weiter. Darüber hinaus seien Kreativität beim Zeichnen mit Kohle gefragt und schlaue Köpfe bei kniffligen Rätseln in der Kunstsammlung und im Park. »Auch unser Maskottchen Carli wird an diesem Tag vorbeischauen!«
Das Motto des Museumstages bringt es auf den Punkt: »Entdecke Kunst und Kohle!« Ein Blick ins Programm zeigt, dass man dabei ganz unterschiedliche Interessen ansprechen will. So heißt es jeweils um 11 und 13 Uhr: »Kunst mit Kohle« – Kaum vorstellbar! Vor Millionen von Jahren lebte im heutigen Freital ein Dinosaurier, der etwas über die Geschichte der Steinkohle erzählen kann. Gemeinsam versuchen die kleinen Gäste ihn zu zeichnen – und zwar passend zum Bergbau mit rabenschwarzer Kohle! Das Kreativangebot dauert etwa 30 Minuten.
Um 12 und 14 Uhr werden die kleinen Besucher in die »Unterwelt« entführt: Im Besucherbergwerk von Schloss Burgk geht es tief hinunter in die dunkle Arbeitswelt der Bergleute. Hier gibt es echte Steinkohle zu entdecken und jede Menge spannende Dinge über das Leben der Bergleute zu erfahren. Dauer: etwa 45 Minuten.
Den ganzen Tag gilt es, im Schlosspark ein Rätsel zu lösen. In »Auf der Suche nach den uralten Bäumen« werden besonders geschichtsträchtige Exemplare gesucht. »Schaffst du es, im Schlosspark die Fotos den jeweiligen Bäumen zuzuordnen?«, steht als Aufgabe vor den jungen Besuchern. Die Rätselkarten werden an der Kasse ausgegeben und können anschließend selbstständig gelöst werden.
Ebenfalls den ganzen Tag über kann an einem Rätselparcours durch die Kunstsammlung teilgenommen werden. »Knifflige Rätsel laden ein, die Bilder der Kunstsammlung mal genau anzuschauen!«, will Kristin Gäbler die Kinder neugierig machen. Jeder solle darauf achten, welche Motive zu entdecken sind, welche Farben die Künstler nutzten und was es mit dem roten Pferd auf sich hatte. Die Rätselkarten dafür werden ebenfalls an der Kasse ausgegeben und können selbstständig gelöst werden. Teilnehmer mit dem richtigen Lösungswort können an einer Verlosung für eine Jahreskarte für »Oskarshausen« teilnehmen.
Darüber hinaus findet unter dem Motto »GUCK! MAL!« ein Mal- und Zeichenwettbewerb statt. Im Schlosspark finden Besucher fünf goldene Bilderrahmen, die sie zum Durchschauen, Träumen und Malen einladen. Jeder kann am Wettstreit um das schönste Bild teilnehmen.
Freier Eintritt für alle Freitaler Kinder