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Berühmtheit über Grenzen

Hohnstein / Teplice. Wer mehr über den Puppenspieler Harald Schwarz erfahren möchte, der bei Kaspervater Max Jacob in die Lehre ging, kann das aktuell bei einer Ausstellung in Teplice tun.

Sandra Rölke aus Porschendorf im Kasper-Kostüm mit dem original Hohnsteiner Kasper.

Sandra Rölke aus Porschendorf im Kasper-Kostüm mit dem original Hohnsteiner Kasper.

Bild: Daniel Förster

An den legendären Puppenspieler Harald Schwarz erinnert derzeit eine Ausstellung im Regionalmuseum Teplice. Schwarz wurde in Teplice-Šanov geboren. Sein Interesse am Puppenspiel führte ihn in den 1930er Jahren nach Hohnstein, wo er unter Max Jacob lernte. Von dort konnte er nach 1945 nicht mehr zu seinen Eltern nach Teplice zurück. Für drei Jahre übernahm er das zweite Hohnsteiner Kaspertheater, mit dem er 1948 nach Essen übersiedelte, wo er die Tradition fortsetzte.

Schwarz blieb zeitlebens seiner Heimat verbunden. Mit dem Prager Puppenmacher Václav Havlík knüpfte er in den 1960er Jahren eine Zusammenarbeit. Havlík stattete die Stücke von Schwarz mit seinen Puppen aus, die jedoch im Unterschied zu den klassischen Hohnsteiner Puppen einen ganz eigenen Stil begründeten. Ab 1990 trat Schwarz wieder regelmäßig in Tschechien auf und spielte in tschechischer Sprache. 1995 starb er kurz vor einem Auftritt in Svitavy.

Die Ausstellung ist bis 30. August zu sehen. Autor ist Markus Dorner, der die Schau gemeinsam mit dem Museum für PuppentheaterKultur in Bad Kreuznach entwickelte. Geöffnet ist von Dienstag bis Freitag, 13 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie 10 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr.


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