André Schramm

1. Hochwasserschutztag in Sachsen

Am 9. Juni, 10 bis 17 Uhr, lockt der erste Hochwasserschutztag nach Bad Schandau – mit vielen Praxisbeispielen in Sachen Eigenvorsorge. "Eine wichtige Veranstaltung für alle Elbanrainer", sagt Bürgermeister Thomas Kunack im Vorfeld.
So sah es in Bad Schandau leider öfter aus. Foto: D. Förster / Archiv

So sah es in Bad Schandau leider öfter aus. Foto: D. Förster / Archiv

Dass der erste Hochwasserschutztag in Bad Schandau stattfindet ist kein Zufall. Der Ort wurde in der Vergangenheit häufig vom Hochwasser geprüft. Es gibt aber noch einen anderen Grund: In Bad Schandau wurden in den letzten Jahren schon vergleichsweise viele Maßnahmen zur privaten und gewerblichen Hochwasservorsorge realisiert. Sie könnten Vorbild sein für viele andere Menschen, die im Einzugsbereich von Gewässern leben. Als ein Beispiel nannte Bürgermeister Thomas Knauck die Apotheke im Ort, deren Einbauten in wenigen Minuten demontiert werden könnten. Der Tag, so Bürgermeister Kunack weiter, richte sich aber auch an Vertreter von Kommunen, die hochwassergefährdet seien.   Neben der Präsentation von Hochwasserschutztechnik und Praxisbeispielen sind auch Live-Demonstrationen geplant. Umweltminister Thomas Schmidt gibt außerdem an dem Samstag den Startschuss für das neue Internetportal "Eigenvorsorge". Vorgestellt wird zudem das neue "Kompetenzzentrum Hochwassereigenvorsorge Sachsen" (Leipzig). In diesem Zusammenhang wird auch über den Hochwasservorsorgeausweis informiert. Er soll künftig das Gefährdungspotential von Gebäuden einschätzen und Vorschläge für Verbesserungsmöglichkeiten geben. Blaulichtmeile und Kinderprogramm stehen ebenfalls auf dem Programm. Sachsen hat bis heute etwa 2,6 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz und in die nachhaltige Beseitigung von Hochwasserschäden an Gewässern und Deichen investiert. »Trotz dieser gewaltigen Anstrengungen wird es aber keinen absoluten Schutz vor jedem denkbaren Hochwasser geben können. Das gilt insbesondere für Orte, für die aufgrund örtlicher Gegebenheiten kein umfassender Hochwasserschutz möglich ist«, konstatiert Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt. Programm hier.


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