Carola Pönisch

Zwinger: Hier verschwindet viel Geld im Boden

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Glockenspielpavillon im Dresdner Zwinger, teileingerüset. Foto: Pönisch

Glockenspielpavillon im Dresdner Zwinger, teileingerüset. Foto: Pönisch

In diesem Jahr wird der Zwingerhof zur Großbaustelle. Bis 2023 werden hier rund zehn Millionen Euro buchstäblich im Boden versenkt, unter anderem in ein neues Mediennetz (Be- und Entwässerung, Elektronik, Datennetz), aber auch in eine neue sogenannte wassergebundene Wegedecke. Vorgesehen ist, dass der Hauptweg anstelle des derzeitigen roten Belages mit neuen Sandsteinplatten ausgelegt wird, die Nebenwege erhalten einen neuen Naturbelag, der allerdings in trockenen Sommern deutlich weniger Staub aufwirbelt als der bisherige Belag. Doch damit nicht genug: Erneuert wird auch die Beleuchtung im Zwingerhof und es wird eine neue dezente Anstrahlung der Zwingerhof-Fassade installiert. Außerdem werden neue Anschlusspunkte (Strom, Wasser) für Veranstaltungen in den Boden gebracht, der Rasenspiegel höhenangepasst und zwei Brunnenbecken abgedichtet. Die Arbeiten werden in Etappen durchgeführt, so dass der Zwingerhof und damit die Museen während der gesamten Bauzeit für Besucher offen stehenn. Bevor jedoch die Bauleute loslegen können, untersuchen Archäologen ab Februar den Baugrund, erst danach startet die Innenhofsanierung. Was passiert am Glockenspielpavillon? Weiter voran gehen die Arbeiten am Glockenspielpavillon. Die Sanierung der Fenster wurde bereits im November abgeschlossen. Zeitgleich wurden die Hermen (das sind die großen Sandsteinfiguren an der Fassade) mittels Kompressen in bis zu drei Zyklen entsalzt. Akutell wird das Procedere an einigen besonders belasteten Stellen einiger Figuren ein viertes Mal durchgeführt. "Diese Arbeiten werden hoffentlich im Frühjahr beendet sein", so SIB-Pressesprecher Alwin-Rainer Zipfl. Die eigentliche Restaurierung der Hermen ist erst nach Ende der Entsalzung möglich. "Wenn alles nach Plan läuft, können im Sommer die Gerüste fallen."