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Zwei Sekunden vor Schluss – schöner geht‘s nicht

Dresden. Interview der Woche mit HC Elbflorenz-Siegtorschütze Ivar Stavast

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Ivar Stavast

Ivar Stavast

Foto: PR

Knapper geht‘s nicht: Zwei Sekunden vor Schluss gelang Ivar Stavast der von den 1.112 Fans umjubelte 27:26-Siegtreffer für den HC Elbflorenz gegen die HSG Nordhorn-Lingen. Haben Sie schon mal so ein spannendes Finale erlebt?

Nein, es war wirklich der Wahnsinn. Es ist zwar gerade zu Hause immer spannend in unseren Spielen. Aber so knapp vorm Abpfiff noch den vollen Erfolg perfekt zu machen – schöner geht‘s nicht.

 

In der ersten Halbzeit sah das Dresdner Spiel souverän aus, nach der Pause gab es Phasen, da drohte eine Niederlage...

Uns fehlten wichtige Leute vor allem im Rückraum. Deshalb war es umso wichtiger, dass alle über sich hinausgewachsen sind. Es war im Verlauf des Spiels auch eine Kraftfrage, aber wir haben die Zähne zusammen gebissen. Ich war am Ende der Glückliche, der den Sieg perfekt gemacht hat.

 

Kurz vor Schluss der Torhüterwechsel – das war auch ein entscheidender Schachzug des Trainers.

Generell sind wir gut aufgestellt, jeder, der reinkommt, ist sofort voll da und gibt alles. Das macht Mut für die gesamte Saison. Wenn dann noch die Verletzten zurückkommen, wird es für jeden Gegner schwer.

 

Was haben Sie gedacht mit dem Blick auf die Anzeigetafel ein paar Sekunden vor Schluss?

Ich wusste: Ich muss mich jetzt für den schnellen Wurf entscheiden, auch wenn das im gesamten Spiel vorher nicht geklappt hat. Präzise und scharf knapp neben den Pfosten – das habe ich mir vorgenommen und das hat zum Glück funktioniert.

 

Und dann gab es die Ehrenrunde – haben Sie die genossen?

Da gingen die Gefühle mit mir durch, es war vielleicht etwas übertrieben. Aber so bin ich, ich kann mich da nicht zügeln und wollte den Moment auskosten.