Grit Büttner

Zimmis Einwurf – Spitzenreiter und Wintererlebnis

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Jetzt also doch! Die SGD verpflichtet kurz vor Transferschluss einen Franzosen für das Tor. Der 33-jährige Jeff Kornetzky wechselt ablösefrei vom FC Rot Weiß Erfurt an die Elbe. Das war dann doch zu heiß mit der Verletzung von Patrick Wiegers. Der fällt garantiert noch eine Weile aus. Man stelle sich nur vor, Blaswich muss Kopf und Kragen riskieren gegen einen auf ihn zukommenden Stürmer, zieht die Notbremse und bekommt eine Sperre. Schubert weilt unterdessen bei der Weltmeisterschaft in Chile. Dann wäre guter Rat sehr teuer geworden. Also ist die Lösung mit Kornetzky einfach die beste, auch wenn der Verein noch einmal Geld in die Hand nehmen muss. Immerhin wird der Spitzenreiter der dritten Liga weiterhin die Massen anziehen wie das Flutlicht die Motten. Denn wer solche Spiele wie in Bremen auf Platz 11 gewinnt, der ist gerüstet für alle Eventualitäten. Trainer Uwe Neuhaus warnte aber schon einmal eindringlich, das Glück nicht überstrapazieren zu wollen. Genau das ist wohl in den letzten beiden Partien ausgeschöpft. Genau das wird Routinier Lambertz etwas anders sehen. Der ließ sich vom Platz stellen von einem jungen Schiedsrichter, der Minuten später zum Ausgleich den siegbringenden Elfmeter für Dresden pfiff. Vorher hatte Lambertz mit seiner Aktion gegen den Bremer Torhüter schon Gelb gesehen, aber so etwas wie den Wecker für seine Kollegen gestellt. Mit seinem Ausgleichstor klingelte der dann so laut, dass auf einmal wegen der Naivität der Kontrahenten alle drei Punkte möglich wurden. Das Dresdner Stadion erlebt am 9. Januar 2016 das Wintererlebnis an sich. Vor über 32.000 Zuschauern stehen sich an diesem Tag die Dresdner Eislöwen und die Lausitzer Füchse gegenüber. Der Kartenverkauf beginnt heute (1. September), 12 Uhr. Einen neuen Rasen wird es nach nur einem halben Jahr auch schon wieder geben. Der wird vom Veranstalter spendiert. Dresden wird sich doch nicht hängen lassen, was die sprichwörtliche Sportbegeisterung betrifft. Immerhin wurde vor 55 Jahren bei der Eröffnung des Kunsteisstadions mit dem Spiel der über Jahrzehnte legendäre Schlachtruf 7-8-9-10-Klasse geboren. Irgendwie war das damals schon ein Winterevent. Nur so nebenbei: Diese Art Spiele wurden nicht in Kanada oder den USA, sondern in Moskau erfunden. Im Lushniki-Sportpark wurde Eis gespritzt und los ging es mit Russland kontra Deutschland. Ihr Gert Zimmermann


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