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Zimmis Einwurf – So, so, also mit dem Popo

Mit dem Allerwertesten in der dritten Minute der Verlängerung verwertet ausgerechnet der, der ganz hinten arbeitet, der Hefele, den Ball zum Ausgleich in die Maschen der Wiesbadener.
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Und was macht der Kapitän der Dynamos dann. Er zwinkert Stefaniak mal kurz zu. Der weiß Bescheid. Er erfindet die Mär, dass er genau diese Aktion natürlich vorher im Geheimtraining unter Uwe Neuhaus pausenlos geübt hat. Und der Fußball-Lehrer denkt kurz nach und stimmt ein in den Chor der Jux verbreitenden Kicker. Also wenn die Presse das Ding so haben will, dann soll sie es einfach in den schillerndsten Farben ausmalen. Schließlich steht der Herbst ohnehin auf der Leiter… Die so genannte Gesäßkarte, um es vornehm auszudrücken, zog unter Schmerzen der DFB-Präsident Niersbach. Was alle forderten, um ihre Haut zu retten, trat ein. Der Rücktritt am Montagabend. Wegen des Sommermärchens und der verschwundenen 6,7 Millionen Euro. Und der Unterschrift unter der DFB-Steuererklärung für 2006. Gerade zum Generalsekretär gewählt, noch in der Ephorie unterlief dem gerade auf der Karriereleiter die höchste Stufe erklimmenden Niersbach dieser blöde Fehler. Liebe Freunde! Haben wir nicht alle gedankenlos irgendein Papier unterzeichnet, was uns zentnerschwer Tage, Wochen, Jahre später auf die Rübe fiel. Weil wir ein sonniges Gemüt hatten oder weil uns ein supernetter Bauernfänger dazu animiert hat. Wie heißt es doch immer so schön? Fußball ist doch tatsächlich wie das ganz normale Leben. Es ist nichts so fein gesponnen, kommt es doch ans Licht der Sonnen. Was für ein geiler Spruch meiner Oma. Wenn die das alles noch erleben könnte… Dresden gilt als die Volleyball-Hochburg in Deutschland. Bei den Frauen. Deshalb galt es als todsicherer Tipp, dass DSC-Trainer Alex Waibl zusammen mit seinem Schweriner Kollegen Felix Koslowski eine Doppelspitze bilden sollte, um der weit unter den Möglichkeiten agierenden Nationalmannschaft wieder auf die Beine zu helfen. Das galt zumindest bis Sonntagabend. Dann war Schluss, Waibl sollte nur noch als Co-Trainer arbeiten. Und sagte ab. Er kümmert sich jetzt um den Vorzeigeverein, um seinen DSC. Was einige mit den eigenen Händen und mit Ehrgeiz aufbauen wollten, wird von Ahnungslosen aber so etwas von kräftig mit dem Hintern eingerissen. Ihr Gert Zimmermann