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Zimmis Einwurf: Raus aus den Schulden

Sie erreichen die Kabine mit Müh und Not
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Dreckverschmiert, aber irgendwie stolz, es doch noch geschafft zu haben. Dank eines Treffers drei Minuten vor Toresschluss durften die Dresdner Dynamos im aufrechten Gang unter die Dusche marschieren. Obwohl so gut wie nichts gelang. Natürlich waren es widrige Umstände, die das Fußballspielen nicht gerade zur großen Lust machen wollten. Doch immer wieder setzten heroisch kämpfende Gegner aus Auerbach ein Stoppzeichen. Der Trainer dachte schon über die ersten fünf Elfmeterschützen nach, da hielt Jimmy Müller den Fuß in eine Eingabe von Stefaniak. Weiteres Nachfragen ist sinnlos. Denn die Schwarz-Gelben stehen im Halbfinale gegen Aue. Das wiederum bedeutet zu Ostern ein fast volles Stadion. Und schon wieder klingeln die Kassen genau so süß wie zur Weihnachtszeit die in den Supermärkten. Damit sind wir ohne große Umschweife bei der Gesundung des Vereins bis zum kommende Sommer gelandet. Dank einer erneuten Umlage, die von den Mitgliedern beschlossen wurde, könnten die TV-Erlöse, die jetzt noch bei Sportfreund Kölmel liegen, zurück erobert werden. Aus einem vor 18 Monaten am Abgrund taumelnden Klub ist tatsächlich ein Vorzeigeverein geworden. Sollte zu Ostern gegen Aue auch noch der Aufstieg in Liga Zwei so gut wie feststehen, dann wäre dies eine Wiederauferstehung der ganz besonderen Art. Natürlich möchte jetzt noch kein einziger darüber reden. Macht man ja auch nicht als bescheidener Sportsmann. Doch die unwiderstehliche Kraft einer Sportgemeinschaft mündet dann in die Erfolgsspur. Stopp jetzt. Sonst reden wir hier noch heute von einer rührseligen Weihnachtsgeschichte. Und die passt nun aber gar nicht zu rauen Fußballherzen.   Genau so wenig wie das mit der Europameisterschaft im kommenden Jahr in Frankreich. Klar wird mit der Nase gerümpft wegen der Aufstockung des Teilnehmerfeldes. Aber ausfallen lassen? Ganz schnell wurde diese Theorie verworfen. Stattdessen wird Solidarität eingefordert. Weil das, was da in Paris passiert ist, nun einfach nicht sein darf. Richtig ist, dass die Kraft des Fußballs und überhaupt des Sports nie versiegen wird. Auch nicht, wenn geldgeile Funktionäre, auch in Deutschland, alles versuchen, um bildlich dem Ball die Luft abzulassen. Irgendeine Ballpumpe wird sich immer wieder finden. Ihr Gert Zimmermann