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Zimmis Einwurf – Das geht gar nicht

Ihre Sprösslinge bekommen einen großen Osterhasen. Beim Auspacken kommt keine Schokolade zum Vorschein, sondern nur Pappe. Oder die Erwachsenen gönnen sich Nougateier mit Nuss- oder Eierlikör. Steht zumindest so auf der Verpackung. Drin aber ist alles schon eingetrocknet.
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Diejenigen, die neben einem sonnigen Osterspaziergang zu den Schwarz-Gelben noch zusätzlich was erleben wollten, wurden bitter enttäuscht. Nicht nur wegen der Niederlage, sondern vor allem wegen der Verpackung, die etwas anderes versprach. Da war zwar Dynamo drin, was auch draußen dran stand. Aber eben nur die zweite Wahl. Nun können sich alle trefflich darüber streiten, ob denn genau diese Maßnahme die richtige war vom Erfolgstrainer. Uwe Neuhaus würde es wieder so machen, wenn es um nichts weiter geht als um die Ehre, sagte er in der Pressekonferenz. Dabei wusste er sehr wohl um die Animositäten zwischen Dresden und Aue. Nein, er stellte sich schützend vor seine Elf. Die hätte ihn jedenfalls nicht enttäuscht. Ach so, das Finale wäre auf den 28. Mai gefallen und alle in Dresden nach der langen Saison bereits im wohlverdienten Urlaub. Falsch! Der Sächsische Fußballverband ist schon lange aus dem DFB-Plan ausgestiegen, der an diesem Tag eine Marathon-Übertragung der jeweiligen Landesverbände im Ersten plant. Alle 21 Endspiele sollten ab 14 Uhr angeboten werden. Da Dresden und Aue bereits für den DFB-Pokal qualifiziert sind und Zwickau zur Relegation in die dritte Liga rüstet, wird am 4. Mai, also am Abend vor Himmelfahrt das Match zwischen Zwickau und Aue starten. Und zwar in Chemnitz. Denn dort ist der Biersponsor, der gleichzeitig Namensgeber des Pokals ist, schon im Stadion an der Gellertstraße vertreten. Hoffentlich bekommen sie die Köpfe frei bei Dynamo. Wie knallhart das gehen kann, demonstrierten die Dresdner Eislöwen mit dem sensationellen Einzug ins Halbfinale. Deren Coach Bill Stewart kündigte an, dass er mit seinen Jungs von Bremerhaven nach Bietigheim fährt und deshalb genug Unterwäsche eingepackt werden müsse. Der Plan ging auf. Und als er am Ostermontag zusehen musste, wie sein Team ein 3:1 im letzten Drittel noch verspielte, kam die knallharte Ansage. Die Köpfe seiner Akteure waren wirr, nicht die Kraft fehlte. Ihr Gert Zimmermann


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