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Wolfgang Schaller gibt Leitung ab

Ende April ist endgültig Schluss am Sternplatz. Die Herkuleskeule bezieht ihr neues Domizil im Kulturpalast. Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit, die Wolfgang Schaller jetzt bekannt gab.
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Neben Birigt Schaller und Detlef Nier (mi.) spielen erstmals Hannes Sell (li.) und Nancy Spiler (re.) im Keule-Ensemble. Foto: HLB

Neben Birigt Schaller und Detlef Nier (mi.) spielen erstmals Hannes Sell (li.) und Nancy Spiler (re.) im Keule-Ensemble. Foto: HLB

Eine Ära geht zu Ende, eine neue beginnt, vieles wird sich ändern, manches bleibt: Die Tage der Keule im alten Haus am Sternplatz sind nun endgültig gezählt. Nur noch eine Premiere wird hier gefeiert werden, wenn sich am 8. Februar der Vorhang hebt zur „Ballast Revue“. Sie wird zugleich das letzte Programm sein, für das Wolfgang Schaller als Künstlerischer Leiter verantwortlich zeichnet. Mit dem Umzug in den Kulturpalast wird er diesen Posten zum 1. Mai abgeben. Schwierige Suche Matthias Nagatis, langjähriger Mitarbeiter an Schallers Seite, wird diese Aufgabe zunächst kommissarisch weiterführen, bis sich ein neuer Intendant findet. „Es kann aber auch sein, dass künftig einzelne Aufträge an Autoren für die Erarbeitung eines neuen Stücks vergeben werden“, sagt Schaller mit Blick auf die seit Jahren schwierige Suche nach einem Intendanten, der zugleich Stückschreiber ist und Verantwortung für das Ensemble der Keule übernehmen will.   Hin und wieder auf der Bühne stehen Gänzlich Abschied von „seiner“ Keule wird Wolfgang Schaller indes nicht nehmen, er wird weiter bissige und treffende politische Texte schreiben und hin und wieder mit auf der Bühne stehen. Ebenso wie Rainer Bursche, der mit „Lachkoma“ im Juli seine letzte Inszenierung spielt, sich dann in den Ruhestand verabschiedet und nur noch  hin und wieder auf die Kabarettbühne in der neuen Spielstätte zurückkehrt.
Bereits abgegeben hat er die Aufgabe des Kaufmännischen Leiters, die jetzt Armin Proft innehat.
Veränderungen stehen auch im Ensemble an, das weiterhin eins der zahlenmäßig größten in Deutschland bleibt. Doch nicht mehr alle werden wie Birgit Schaller oder Detlef Nier fest angestellt sein, neue Leute wie Nancy Spiller und Hannes Sell, die mit „Ballast Revue“ ihren Einstieg ins politische Kabarett starten, werden per Stückvertrag engagiert. Aktuell und bissig Was die Herkuleskeule hoffentlich bleiben wird: Eins der brillantesten, aktuellsten und bissigsten politischen Kabaretts des Landes – bis 27. April im alten Haus, ab 28. April im Kulturpalast, an 350 Tagen im Jahr. Das erste Stück im neuen Haus  ist „Leise flehen meine Glieder“ am 30. April, die „Ballast Revue“ wird erstmals am 1. Mai gezeigt.am 2. Mai gastiert Konstantin Wecker.                          (Carola Pönisch)