Carola Pönisch

Wie plant man eigentlich Klang?

Exzellente Klangkultur für die Konzerte der Dresdner Philharmonie – das ist der Anspruch, den die Architekten und Akustiker jetzt umsetzen müssen.
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„Die Akustik ist das Wesen des neuen Konzertsaales, sie entscheidet über die erfolgreiche Arbeit eines jeden Dirigenten ", sagt der Chefdirigent der Dresdner Philharmonie Michael Sanderling.

Damit genau diese Akustik auch erzielt werden kann, haben sich die Fachleute viele Gedanken gemacht. Zum Beispiel über die Ausformung und die Materialien von Decken und Wände im neuen, weinbergförmigen Saal, der das Herzstück des Kulturpalastes ist und später 1.785 Besuchern Platz bietet. In seinem Zentrum steht künftig die Bühne, das Publikum rückt nah ans Podium heran. Das gelingt, indem die Architekten die Breite des neuen Saales verringert und auf komplex orientierte Saaloberflächen orientiert haben. Diese sogenannte Mogi-Decke (abgeleitet von „monolithischer Gips") kommt dank alter Unterlagen und alter Formen der originalen Decke sehr nah. Die ersten Deckenelemente des künftigen Konzertsaales sind bereits auf die neue Stahlunterkonstruktion gesetzt. Ein Reflektor oberhalb der Bühne unterstützt das gegenseitige Hören der Musizierenden.

Derzeit werden außerdem an einer über fünf Meter langen Musterachse im Originalmaßstab letzte Abstimmungen für Oberflächen, Materialien wie beispielsweise Furniere, und Stühle des neuen Konzertsaales vorgenommen. Gleichzeitig werden die neuen Leuchten des Hauses am Modell getestet.