Carola Pönisch

Weltklasse im Weihnachtszirkus

Vor über 3.000 Zuschauern feiert der Dresdner Weihnachtszirkus gestern seine Premiere. Es ist das 20. Gastspiel dieses außergewöhnlichen Zirkus hier in Dresden.
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Hochseilartisten, Akrobaten, ein Schlangenmensch, tolle Tierdressuren mit Pferden, Papageien und Elefanten, natürlich Clown Totti und ganz besonders die Artisten des Chinesischen Nationalzirkus sorgten mit ihren Darbietungen gestern wie gewohnt für eine großartige Premiere. Weltklasse im Weihnachtszirkus - diesem Anspruch ist Zirkusdirektor Mario Müller Milano gestern Abend vor rund 3.000 Zuschauern wieder einmal mehr als gerecht geworden. Das Programm, das jedes Jahr neu zusammengestellt wird, bot wahrlich Spitzenniveau. Schlangenmensch Yuma begeisterte ebenso wie Ladislaw Kaiser, der mit verbundenen Augen auf einem Rad über ein Hochseil rollt. Die Papageien und Sonni Frankello mit seinen Elefanten entpuppten sich schnell als Publikumslieblinge und sorgten für Stimmung in der Manege und dafür, dass die Zuschauer vor Aufregung nicht nur die Luft anhielten wie bei einigen Darbietungen von Encho Keryazov (Äquilibristik) oder den zwölf phantastischen Künstlern des Chinesischen Nationalzirkus. Der Weihnachtszirkus gastiert bis 3. Januar an der Pieschener Allee. Tickets gibt es an der Zirkuskasse oder unter : 0700 / 120 120 50 Weihnachtsgottesdienst Am 26. Dezember lädt der Dresdner Weihnachts-Circus um 10 Uhr zu einem Ökumenischen Gottesdienst ein. Er steht unter dem Leitwort „Gott ist auch in der Manege“ und wird durch Geistliche verschiedener Konfessionen gestaltet: den katholischen Studentenpfarrer Dresden, Pater Michael Beschorner S.J., die evangelisch-lutherische Pfarrerin Manja Pietzcker und Pfarrer Bohdan Luka, Ukrainisch-katholische Kirche nach byzantinischem Ritus. Einer der Höhepunkte ist das speziell verfasste „Gebet für die Artisten“, das Zirkusdirektor Mario Müller-Milano vortragen wird. Der Gottesdienst beginnt mit einer Einzugsprozession von Geistlichen, Artisten, Zirkusmitarbeitern und –freunden. Der Altar wird mit Evangeliar, Ikone und sechs Kerzen geschmückt und von einem Holzkreuz überragt. Zu den Mitwirkenden gehören Akrobaten und Musiker aus dem Jubiläumsprogramm des Dresdner Weihnachts-Circus, darunter die ukrainische Big Band und der deutschspanische Clown Totti Alexis. Er wird beim Gottesdienst erstmals in Dresden zusammen mit seinem vierjährigen Sohn Charlie auftreten. Aus der Region kommen der Ökumenische Chor der Weinbergskirche Trachenberge, der Posaunenchor der Friedenskirche und die Alphorngruppe. Das Konzept des Gottesdienstes entwickelte der Dresdner Autor und Zirkusexperte Ernst Günther im Auftrag von Direktor Mario Müller-Milano und ließ dabei seine Erfahrungen aus den Ökumenischen Gottesdiensten in Monte Carlo einfließen. Der Besuch des Ökumenischen Gottesdienstes ist selbstverständlich frei.     Fotos: Biber