Carola Pönisch

Warum es lila wird am Chirurgischen Zentrum

Am 15. November leuchtet das neue Chirurgische Zentrum (Haus 32) des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden für zwei Stunden lila. An diesem Tag ist "Welt-Pankreaskrebstag"
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Foto (M): Uniklinikum Dresden / Annechristin Bonss

Foto (M): Uniklinikum Dresden / Annechristin Bonss

Ärzte und Wissenschaftler der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTG) des Uniklinikums wollen damit ihre Verbundenheit zeigen mit jenen Patienten, die von Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreas) betroffen sind. Dieser aggressive Krebs bleibt oft so lange unerkannt, bis er sich nicht mehr operieren lässt. Um den Tumor früher als bisher erkennen zu können, arbeiten auch die in das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT) eingebundenen Experten der VTG fieberhaft an besseren Diagnose- und Therapieverfahren. Bereits heute Klinikalltag sind minimalinvasive Operationen, wenn bei Patienten Vorstufen oder Frühstadien des aggressiven Tumors entdeckt werden. Um allen Betroffenen Zuversicht zu geben und den Willen zu zeigen, dem Pankreaskrebs die Stirn zu bieten, beteiligt sich die VTG am kommenden Donnerstag ab 17.30 Uhr am Weltpankreaskrebstag. Vor dem lila erleuchteten Haus 32 werden Infotische stehen, an denen Ärzte der VTG-Klinik sowie Selbsthilfegruppen Betroffenen und deren Angehörigen Auskunft geben. Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der aggressivsten Krebsarten, für die es trotz der enormen Fortschritte in der Krebsmedizin bis heute nur selten eine Heilung gibt. Jährlich erkranken rund 16.500 Männer und Frauen in Deutschland an einem Pankreaskarzinom – Tendenz steigend. „Die Tumore sind besonders aggressiv und streuen sehr früh Metastasen“, erklärt Oberarzt Prof. Thilo Welsch. Dazu kommt, dass sich diese Krebserkrankung in den frühen Stadien nicht bemerkbar macht: Viele Patienten spüren den Tumor erst so spät, dass er sich nicht mehr operativ entfernen lässt. Derzeit ist dies nur in 20 Prozent aller Fälle möglich. Und auch eine erfolgreiche Operation bedeutet keine Heilung des Leidens. Aktuellen Statistiken zufolge leben aber inzwischen bis zu 40 Prozent der Operierten auch fünf Jahre nach dem Eingriff noch. Weitere Infos: www.dresdenerchirurgie.de