Carola Pönisch

Vier Kilo schwere Hommage an Loschwitz

Dieses Buch ist etwas Besonderes unter all der bekannten Stadtteil-Literatur. Der Wälzer, an dem 122 Loschwitzer mitgearbeitet haben, ist eine Liebeserklärung.
Bilder

„Eine Hommage an Loschwitz, eine Schatzkiste des Lebens" – Matz Griebel bringt es eigentlich am besten auf den Punkt, was dieses Buch eigentlich ist. „Andere putzen ein Denkmal heraus oder sanieren ein Haus, wenn runder Geburtstag ansteht. Wir haben uns dieses Buch geschenkt", sagt Griebel, der einen wesentlichen Teil zum Gelingen beigetragen hat. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 1.056 Seiten dick, vier Kilo schwer, mit 2.700 Abbildungen, davon 250 Kunstwerke, 26 Kunstseiten, über 6.500 Namen im Personenregister und 1.273 Quellen sind – 700 Jahre Loschwitz. „2008 saßen wir über der ersten Stichwortliste, ab 2009 dann begann das Schreiben. Die neuesten Fotos und Texte stammen aus diesem Sommer", ist Holger Friebel, Verleger und Mitherausgeber des Elbhang Kurier, stolz. „Das hat man in einer Chronik solchen Ausmaßes eher selten." Eine „Galerie im Buch" präsentiert die wichtigsten Kunstwerke aus dem ehemaligen Ortsmuseum Loschwitz, alle wichtigen Häuser sind im Foto festgehalten, alle wichtigen Straßen und Läden beschrieben.

Das offizielle Erscheinen des Buches (26. September) markiert den Beginn der großen Festwoche, die ganz Loschwitz auf die Beine bringt. Lesungen, Vorträge, gemütliches Beisammensein, Konzerte, Filmvorführungen, die 1. Loschwitzer Kneipennacht am 2. Oktober, der Tag der Vereine am 3. und ein großes Erntedankfest in der Kirche am 4. Oktober sind der Höhepunkt der 700-Jahr-Feier.

Foto: Pönisch