Carola Pönisch

Tunnelröhre unter der Elbe fertig

Für die Fernwärmevesorgung in Pieschen und der Leipziger Vorstadt baut die Drewag Dresden ein neues Leitungsnetz, zu dem auch ein Tunnel unter der Elbe gehört. Im Juli begann die Bohrung, jetzt ist die 240 Meter lange Betonröhre bereits fertig.
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 In Dresden dauert der Bau einer neuen Elbquerung normalerweise Jahrzehnte, wie am Beispiel der Waldschlösschenbrücke zu erleben war. Doch es geht auch schneller: Die Drewag Stadtwerke Dresden schafften es in dreieinhalb Wochen, einen 3,20 Meter breiten Tunnel 18 Meter tief unter der Elbe zu bohren (Tagesbohrleistung: zehn Meter) und in weitern drei Wochen mit Beton auszukleiden. Pro Tag wurden vier, jeweils vier Meter lange, Stahlbetonringe in die Erde gepresst. Der Innendurchmesser der insgesamt 240 Meter langen Betonröhre beträgt 2,60 Meter und wird in den nächsten Tagen zwei große Metallrohre aufnehmen, durch die künftig die Fernwärme geleitet wird. Zusätzlich werden Lüftungsanlagen, Elektroinstallationen und Sicherheitstechnik installiert. Die Inbetriebnahme der Fernwärmeanlagen im Elbdüker soll noch in diesem Jahr erfolgen. Das gesamte Bauvorhaben wird noch bis Frühjahr 2021 andauern. Für Inspektionen und Wartungsarbeiten bleibt der Tunnel durch das Betreiberpersonal der DREWAG begehbar. Der neue Elbtunnel verläuft von der Pieschener Allee (am Busparkplatz des Volksfestareals) zur Neustädter Seite und wird rund zehn Millionen Euro kosten. Für das Gesamtvorhaben "Fernwärme Dresden-Nordwest" plant die Drewag mit über 40 Millionen Euro, davon kommen 8,9 Millionen aus dem den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Reduzierung der CO2-Emission.  


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