ts/ck

Titans-Fernziel heißt 1. Bundesliga

Dresden. Interview der Woche mit Basketball-Aufstiegstrainer Fabian Strauß

Bilder
Fabian Strauß

Fabian Strauß

Foto: Dresden Titans/Philipp Cherubim

Trainer Fabian Strauß schaffte mit den Dresden Titans den Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga ProA. Ist das der Lohn für drei Jahre harte Arbeit?

Wir haben die erfolgreichste Saison der Vereins-Geschichte hinter uns. Unser Plus war: Die Mannschaft ist in Großteilen zusammengeblieben, wir mussten nur drei neue Charaktere einfügen.

 

Haben Sie irgendwann am Erfolg gezweifelt?

In der Vorbereitung holperte es noch etwas, aber mit dem ersten Heimspiel gegen Hanau, in dem wir mehr als 100 Punkte gemacht haben, wurde der Schalter umgelegt.

 

Welche Rolle hat die Zuschauer-Unterstützung gespielt?

Es war unglaublich schön, endlich wieder vor Leuten zu spielen. Die Jungs haben das genossen, ich bin da ziemlich im Tunnel und kriege während des Spiels kaum etwas ringsherum mit.

 

Möchten Sie jemanden hervorheben?

Das war eine Teamleistung! In einem Spiel hat sich der eine mal hervorgetan, im nächsten wieder ein anderer. Jeder aus unserem 15-Mann-Kader hatte seinen Anteil.

 

Wie groß wird die Umstellung eine Liga höher?

Riesig: Mehr Vollprofis, höhere Budgets, andere Strukturen, auf dem Feld dürfen gleichzeitig zwei statt bisher ein Amerikaner stehen, zweimal Training am Tag – da müssen wir um jeden Sieg richtig hart kämpfen.

 

Mit neuem Personal?

Das ist nun mal leider so, wenn man bestehen will: Wir brauchen, wie die Konkurrenz, mehr Qualität und das geht nur mit Verstärkungen, für die andere gehen müssen.

 

Das Fernziel heißt 1. Bundesliga. Wie weit ist das weg?

Wenn man eine Idee verfolgt und akribisch arbeitet, ist im Sport vieles möglich – gerade in so einer Sportstadt wie Dresden. Rostock zum Beispiel spielte vor acht Jahren in der ProB und ist jetzt ganz oben angekommen.

 

Im Fußball gibt es Durchmärsche von der 3. in die 1. Liga – im Basketball utopisch?

Nichts ist unmöglich. Aber wir wollen erst mal die elf, zwölf Siege einfahren, um die Klasse zu halten.