Carola Pönisch

Tatverdächtiger Tunesier bei Flucht verletzt

Als die Polizei den seit 4. Januar per Haftbefehl gesuchten 25-Jährigen festnehmen wollen, springt der vom Balkon und bricht sich die Hüfte. Jetzt steht er im Krankenhaus unter Polizeibewachung.
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Foto: Archiv Wochenkurier

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Das eigentliche Drama spielte sich bereits am 14. November 2020 ab. Der Tunsier war in jener Nacht gegen 00:30 Uhr mit einem zuvor geklauten Schlüssel in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin, einer 20-jährigen Deutschen, in der Beilstraße eingedrungen. Die Ex-Freundin war nicht  da, kam aber kurz darauf gemeinsam mit einem 24-jährigen Mann mit deutscher und mosambikanischer Staatsangehörigkeit nach Hause. Der Tunesier soll seine Ex mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen und ins Wohnzimmer gestoßen haben, wobei die Geschädigte sich den Zeigefinger der rechten Hand brach. Der 24-jährige Begleiter der jungen Frau wollte ihr helfen, als der Tunesier daraufhin ein Klappmesser gezogen und ins Gesicht des 24-jährigen gestochen haben soll. Der Geschädigte erlitt hierdurch eine ca. 13 cm lange klaffende und stark blutende Schnittwunde, die notärztlich versorgt werden musste. Der Tunesier flüchtete nach der Tat und war untergetaucht. Am 4. Januar erließ der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden  Haftbefehlgegen ihn, Suchmaßnahmen wurden eingeleitet. Erst am 10. Februar konnte die Polizei den Täter in einer Wohnung in der Budapester Straße festnehmen.Der versuchte allerdings erneut zu fliehen, sprang  aus vier Metern Höhe vom Balkon und brach sich dabei die Hüfte. Der Mann wurde im Krankenhaus operiert und seit 11. Februar dort rund um die Uhr bewacht, bis eine Aufnahme in eine Justizvollzugsanstalt möglich ist.