Carola Pönisch

Suchtbericht: Alkohol bleibt Droge Nr. 1

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Symbolfoto pixabay

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3.248 Mal mussten im Jahr 2017 Dresdner Kinder, Jugendliche und Erwachsene wegen des Konsums legaler und illegaler Drogen im Krankenhaus behandelt werden – das waren 17 Prozent mehr als 2016, wie aus dem aktuellen Suchtbericht der Stadt hervorgeht. Die Zahlen des Suchtberichts basieren u.a. auf der sächsischen Krankenhausstatistik 2017, der polizeilichen Kriminalstatistik und der kommunalen Bürgerumfrage 2018. Wie schon in den Vorjahren stand dabei Alkoholmissbrauch an erster Stelle. In der aktuellen Statistik macht er 81 Prozent der substanzbedingten Krankenhausbehandlungen aus, gefolgt von Behandlungen aufgrund von multiplem Substanzgebrauch (7%), Konsum von Stimulanzien einschließlich Crystal (4,5 %) sowie im Zusammenhang mit Cannabis (4 %). 2017 war demnach Alkohol der dritthäufigste Grund für stationäre Aufnahmen in den Dresdner Krankenhäusern – nach Geburten und Herzinsuffizienz. „Mit Sorge beobachten wir auch die Behandlungszahlen wegen des Konsums von Cannabis“, sagt die städtische Sucht-Koordinatorin Dr. Kristin Ferse. Die stationären Behandlungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr erneut um 23 Prozent. In der Altersgruppe der unter 15-Jährigen haben sich die Fallzahlen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Doch es gibt auch Positives im Suchtbericht zu melden: Immer mehr Dresdner sind Nichtraucher (2018: 83%), die Zahl der Drogentoten sank von sieben (2017) auf drei (2018).


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