Carola Pönisch

Stromwerk mit Industriecharme

Der „Kraftwerk Mitte Club“ hat sich in den vergangenen Monaten in das „Stromwerk“ verwandelt. Entstanden ist eine Multikulturarena für Theater, Konzerte, Firmenevents und Tanzpartys. Zwei Betreiber teilen sich künftig das Haus.
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Ob Hugo Egon Balder oder Jochen Busse derzeit in der Künstlergarderobe mit goldenem Spiegel und goldenem Schminktisch sitzen? Es bleibt geheim. Die beiden Stars stehen jedenfalls bis 14. November im Stück "Komplexe Väter" auf der neuen Bühne des neuen "Stromwerks". Es könnte aber auch gut sein, dass sich die beiden Stars auch den zweiten großen Raum im Untergeschoss teilen, der vor die Künstler vorgesehen ist. Zwei Jahre Umbau, zwei Millionen Investition Ab 2010 wurde das Gebäude, das heute "Stromwerk" heißt, als Partytempel genutzt. Doch die Zeiten der stampfenden Beats sind längst vorbei und sollen so auch nicht zurückkehren. Denn seit Juni 2019 hat die Drewag/SachsenEnergie rund zwei Millionen ist diesen alten Industriebau gesteckt. So wurde das bisher ungenutzte Untergeschoss ausgebaut und beherbergt jetzt Garderobe, Toiletten (XXL-Bereich für Damen) und besagte Künstlergarderoben. Im gesamten Haus gibt es neue Spinkler-, Lüftungs- Fernwärme- und Brandmeldeanlagen. Der große Saal im Erdgeschoss fasst 641 sitzende oder bis zu 1.400 stehende Zuschauer, je nachdem ob Theater oder Konzert auf dem Programm steht. Zwei Betreiber, ein Konzept Das Juwel, das sich hinter der schlichten Backsteinfassade am Kreuzungspunkt der Könneritz-/Ecke Schweriner Straße verbirgt, hat zwei Betreiber. Zum einen ist das Comödie-Chef Olaf Maatz mit seiner KCE Kraftwerk Mitte Comedy und Event GmbH, zum anderen Event-Experte Mirco Meinel mit seiner First Class Concept GmbH. Die Aufteilung ist klar: Maatz, der neben der Comödie im WTC sehr erfolgreich auch Schloss Übigau bespielt, bringt Theater, Musical, Stand-up Comedy, Sportevents und Partynächte ins Haus. Mirco Meinel bietet hier exkusive Veranstaltungen wie zum Beispiel große Firmenevents, Produktpräsentationen, Tagungen, Kongresse und Galaveranstatungen an. „Schon durch die fünf Eingangstüren lassen sich Besucherströme wunderbar lenken, im Foyer ist Platz für einen Empfang mit Livemusik, und an den Garderoben im Untergeschoss fühlen sich die Gäste einfach nur willkommen“, schwärmt Meinel.