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Statt warnen Dreck räumen

Radebeul. Für den Deichläufer beginnt das Jahr mit Müllsammeln.

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Wie mühsam es ist, die Deiche abzusammeln, lässt sich schnell ahnen.

Wie mühsam es ist, die Deiche abzusammeln, lässt sich schnell ahnen.

Foto: Stadt

Das Jahr begann für den ehrenamtlichen Deichläufer der Stadt Radebeul, Maximilian Speidel, bereits mit einem Einsatz am "Sommerdeich" in Altkötzschenbroda. Bei seinen wöchentlichen Deichbegehungen schaut  Speidel nach Schäden am Deich oder kommt mit Spaziergängern in Gespräche, weshalb es so wichtig ist, dass der Deich nicht betreten wird. Dabei begegnet ihm aber auch ein immer wiederkehrendes Ärgernis: Müll. Besonders in den ersten Tagen nach Silvester war das Ausmaß erheblich. So fand Maximilian Speidel an einzelnen Stellen entlang des Deiches und besonders stark am Wendeplatz am Ende des Deiches in Altkötzschenbroda noch Unmengen Müllrückstände aus der Silvesternacht. Was eine reguläre Begehung werden sollte, endete dann in einer dreistündigen Aufräumaktion und fast fünf vollen Müllsäcken.

Der Deichläufer der Stadt dazu: "Dass die meisten von uns Silvester feiern wollen, ist doch völlig klar und in Ordnung. Doch nach drei Stunden aufräumen, weiß man ehrlich gesagt nicht, was man dazu sagen soll. Meine Familie brachte mir früh bei, meinen Müll auch selber zu entsorgen. Und wer abends hier feiert, dem tut es doch auch wirklich nicht weh, seinen Müll selbst zu entsorgen." Allerdings gibt es auch Dankesworte: "Wirklich gefreut, haben mich die vielen Gespräche und aufmunternden Worte der vorbeigehenden Spaziergänger. Es gibt definitiv einen Radebeuler Konsens zu dem Thema und das beruhigt mich. Ein großes "Danke" geht auch an die Familie, welche mich bei der Aufräumaktion spontan unterstützt hat. Für alle die noch einen Vorsatz für das neue Jahr suchen: Solche Aufräumaktionen sind eine gute Option."


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