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Skiweltcup spült viel Geld in Kasse

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Streckenverlauf 2019. Die Strecke verkürzt sich auf 850 Meter, pro Wettkampf werden zwei Runden zurückgelegt. Foto: PR

Streckenverlauf 2019. Die Strecke verkürzt sich auf 850 Meter, pro Wettkampf werden zwei Runden zurückgelegt. Foto: PR

53,47 Millionen Fernsehzuschauer, 40.000 Besucher live an der Strecke, 15,9 Prozent mehr Übernachtungen (bei ausländischen Gästen +25,7 %), doppelt so viel verkaufte Dresden Museums Card und ein deutliches Umsatzplus in der innerstädtischen Gastronomie: Die Bilanz des 1. Skiweltcup im Januar in Dresden kann sich sehen lassen. Auch finanziell hat sich das Sportereignis gelohnt. So gaben zwar Stadt und Freistaat insgesamt 600.000 Euro dazu, doch bekamen sie allein mit der TV-Reichweite in Europa laut Auswertung der Agentur ValueMedia 3,1 Millionen, respektive 1,4 Millionen, Euro Werbewert zurück. Nicht direkt messbar auch die vielen Aktivitäten in TV-Livestreams, Social Media, Print- und Internet-Medien – für Dresden aber ein großer Werbeeffekt. Sogar die Umweltbilanz stimmt Schnee künstlich herstellen und per Lkw durch halb Dresden zu fahren, dafür mussten die Organisatoren viel Kritik einstecken. Jetzt legten sie dem Stadtrat die Umweltbilanz vor. Eine Berechnung des BUND Dresden zur CO2-Emission in Bezug auf das Thema Schnee ergab, dass Herstellung und Transport eine CO2-Emission von gerade einmal 2,8 Tonnen hervorrief. Das sei genauso viel wie ein Dresdner in drei Monaten verursacht. Zudem wurde für die Herstellung des Schnees ausschließlich aufgefangenes Regenwasser vom Dach des Dresdner Flughafen-Terminals verwendet. Günstig sei die Umweltbilanz vor allem mit Blick auf vergleichbare Weltcup-Events in Bergregionen, wo die Anreise von Sportlern und Besuchern mit dem Auto erfolgt. Als Beispiel wurde der Biathlon-Weltcup in Oberhof genannt, bei dem 20.000 Pkw anreisen, die im Schnitt 200 Kilometer für Hin- und Rückfahrt benötigen und unterm Strich eine CO2-Bilanz von 720 Tonnen erzeugen. Ausblick auf den Skiweltcup 2019 Der Skiweltcup 2019 wird am 12. und 13. Januar in Dresden stattfinden, das wurde auf dem Kongress des Weltskiverbands FIS in Griechenland bestätigt. Neuerungen wird es beim Streckenverlauf geben. Die Piste wird auf 850 Meter verkürzt, die Wende erfolgt kurz hinter der Augustusbrücke. Pro Wettkampf werden nun zwei Runden zurückgelegt. Weitere Planungen laufen bereits auf Hochtouren.


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